Doch eigentlich hat sich Jean-Claude Juncker Großes vorgenommen. Nach eigenen Angaben will er sich vor allem dafür einsetzen, dass die Volkswirtschaften in Europa wieder wachsen, damit Armut verringert werde und mehr Wohlstand entstehe. Er fordert "harmonisierte Mindestsätze bei Betriebsbesteuerung, aber ansonsten Wettbewerb". Der Luxemburger verteidigt das Freihandelsabkommen TTIP, das die EU mit den USA abschließen will. Seiner Meinung nach führt es dazu, dass die Europäer mehr Geld zur Verfügung hätten - und er verspricht, dass die sozialen Standards nicht abgesenkt würden. Einen EU-Beitritt der Türkei hält er für undenkbar ("Wer Twitter verbietet, der ist nicht beitrittsfähig").

Gleichzeitig plant Juncker den größten Umbau der Kommission seit ihrer Gründung, die mächtige Behörde soll sich künftig um EU-Kernprojekte kümmern, entsprechend wird das Kommissarskollegium organisiert.

Unser Bild zeigt Juncker bei einer Veranstaltung, die im Mai 2014 in einem Cafe eines Berliner Mobilfunkladens stattfand. Warum das Wort "Wahnsinn" eingeblendet wurde, ist unbekannt.

Bild: dpa 27. Juni 2014, 16:592014-06-27 16:59:37 © Süddeutsche.de/mati/hai/rus/fran/mike/sks