Lara Morades steht an der Plaza Lavalle in der Innenstadt von Buenos Aires. Vor ihr ein kleiner Tisch, darauf das Pappmodell einer Urne und ein Block mit Wahlzetteln. Die junge Frau ist eine von vielen Freiwilligen, die den Argentiniern im Auftrag der Wahlbehörde derzeit erklären sollen, wie das neue Wahlsystem funktioniert. Bisher musste jede Partei oder Allianz jeweils eigene Zettel mit ihren Kandidaten drucken, die dann in jeweils eigene Urnen geworfen wurden. Das war nicht nur aufwendig und teuer – dann und wann soll es auch vorgekommen sein, dass die Urnen einzelner Parteien einfach verschwunden sind.
Parlamentswahl in ArgentinienWas hat der Mann mit der Motorsäge wirklich erreicht?
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Javier Milei trat mit dem Versprechen an, das Land von Grund auf zu reformieren. Nun setzt seine Regierung auf einen Milliardenkredit von Präsident Trump. Wie ist die Stimmung vor einer Wahl, die über das Schicksal des argentinischen Präsidenten entscheiden dürfte?
Von Jan Heidtmann, Buenos Aires
