Kinderarmut in Japan:Abgemagert aus den Ferien

Kinderarmut in Japan: Kostenlose Essensabgabe für Besucher des Saieiji Temple in Osaka.

Kostenlose Essensabgabe für Besucher des Saieiji Temple in Osaka.

(Foto: Naoya Azuma/AP)

In der Sozialpolitik kann sich Japans Regierung auf das Prinzip der Selbsthilfe verlassen. Doch dieses belastet vor allem Single-Mütter und schreckt von der Familiengründung ab. Die sinkende Geburtenrate zwingt den Staat zum Umdenken.

Von Thomas Hahn, Tokio

Vor dem Gespräch mit den Müttern empfiehlt Kyoko Meguri, das Wort "Armut" möglichst zu vermeiden. Die Sprecherin der japanischen Kinderhilfsorganisation Kidsdoor hat das Treffen im Tokioter Nordostbezirk Adachi organisiert. Es findet in einem ehemaligen Buchladen statt, den Kidsdoor zu einer kostenlosen Lernstätte mit Essensausgabe und kleinem Kulturangebot für Kinder und Jugendliche aus unterprivilegierten Verhältnissen eingerichtet hat. Auch die besagten Mütter schicken ihre Kinder regelmäßig dorthin, weil sie als alleinerziehende Frauen tagsüber arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen.

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