Japan:Interpretationsfrage

Lesezeit: 3 min

70th anniversary of atomic bombing of Nagasaki

Japans Premierminister Shinzo Abe gedenkt der Opfer des Atombombenabwurfs auf Nagasaki.

(Foto: Kimimasa Mayama/dpa)

Japans Verfassung birgt ein Friedensgebot: Die Armee gibt es nur zur Selbstverteidigung. Doch der selbstbewusste Premier Abe will den Chinesen Kontra bieten. Da musste das Gesetz zurechtgebogen werden.

Von Christoph Neidhart, Tokio

Der japanische Premier Shinzo Abe verzog keine Miene, als der Bürgermeister von Nagasaki, Tomohisa Taue, ihn während der Gedenkfeier für die Atombomben-Opfer indirekt, aber deutlich kritisierte. Und dafür viel Applaus bekam. "Unter uns breitet sich die Angst aus", so Taue, "das Friedensgebot der japanischen Verfassung könnte nach siebzig Jahren unterwandert werden." Es geht dabei um Gesetze, die es Japan erlauben sollen, an der Seite eines Verbündeten in den Krieg zu ziehen. Ähnliche Bedenken wie Taue hatte am Donnerstag bei der Feier in Hiroshima der dortige Bürgermeister Kazumi Matsui geäußert. Zudem forderte die Organisation der Hibakusha, der Strahlenopfer, Abe auf, die Atomkraftwerke nicht wieder anzufahren.

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