Politicker Japan beschließt strengere Sicherheitsregeln für Atomkraftwerke

Japans Regierung hat strengere Sicherheitsvorschriften für Atomkraftwerke beschlossen. Mehr als ein Jahr nach der Atomkatastrophe von Fukushima läuft zurzeit nur ein Reaktor, zwei Meiler könnten in Kürze wieder ans Netz gehen.

Mehr als ein Jahr nach der Atomkatastrophe von Fukushima hat Japans Regierung schärfere Sicherheitsvorschriften für Atomreaktoren beschlossen. Die von Ministerpräsident Yoshihiko Noda gebilligten Regeln sollen ein erneutes Atomunglück verhindern, selbst wenn ein Kraftwerk von einer ähnlichen Naturkatastrophe getroffen wird wie Fukushima.

Das Kraftwerk im Nordosten der Hauptinsel Honshu war am 11. März bei einem Erdbeben der Stärke 9,0 und dem anschließenden Tsunami schwer beschädigt worden. Nach dem Ausfall der Kühlsysteme schmolzen die Brennstäbe in drei der Reaktoren, was zu einer Reihe von Explosionen und dem Austritt großer Mengen Radioaktivität führte. Zehntausende Menschen mussten aus den umliegenden Dörfern und Städten in Sicherheit gebracht werden.

Wegen Sicherheitsbedenken wurden die meisten anderen Atomreaktoren des Landes in Folge des Unglücks heruntergefahren. Zurzeit ist nur einer der 54 Reaktoren des Landes in Betrieb. Kommende Woche will die Regierung über die Wiederinbetriebnahme von zwei Meilern entscheiden.