Japan Bergung in Fukushima

Der japanische Premierminister Shinzo Abe ( im Vordergrund) besucht das Kernkraftwerk Fukushima Dai-ichi in Okuma, Präfektur Fukushima, um den Wiederaufbau zu überprüfen.

(Foto: AP)

Acht Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima hat der Betreiber erstmals mit der Bergung von Brennstäben aus einem der zerstörten Unglücksreaktoren begonnen. Wie der Konzern Tepco am Montag bekannt gab, sollen zunächst sieben unbenutzte Brennstäbe aus dem Abklingbecken des Reaktors 3 herausgeholt werden. Dort lagern 566 abgebrannte sowie unbenutzte Brennstäbe. Die Reaktoren 1 bis 3 waren am 11. März 2011 in Folge eines Erdbebens und Tsunamis zerstört worden, es kam zu Kernschmelzen. Wegen der Strahlung mussten damals rund 160 000 Anwohner fliehen. Noch immer können rund 30 000 Anwohner nicht zurück. Am Sonntag hatte Japans Premierminister Shinzo Abe ) den Unglücksort besucht. Es war die schlimmste Atomkatastrophe seit Tschernobyl 1986 gewesen. Mit der Bergung der Brennstäbe sollte eigentlich bereits vor gut vier Jahren begonnen werden.