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Jahrestagung der evangelischen Kirche:Es ist ein Kreuz

Eröffnungsgottesdienst Synode der Evangelischen Kirche

Vom 11. bis 17. Januar tagt die Synode der EKD in Würzburg (im Bild: Gottesdienst zur letztjährige Jahrestagung der evangelischen Kirche in Bonn).

(Foto: Bernd Thissen/dpa)

Der Reformationssommer ist vorbei, die Zeit des Schwelgens auch. Die evangelische Kirche sucht nach Strategien gegen den Mitgliederschwund - und tut sich schwer damit.

Was das Kirchenparlament sich nicht traut, macht jetzt eine Journalistin, Christiane Florin vom Deutschlandfunk, lustig, frech und ganz schön hart. Die Kirchen hätten es sich im Reformationsjahr zu einfach gemacht: "Zu wenig ringend, zu wenig ernsthaft, zu wenig geistesgegenwärtig", sagt sie. Sie hätten eine "Mischung aus Scheinriesentum und Selbstverzwergung" gezeigt, "Toleranz, miteinander reden, irgendetwas gegen die AfD und fürs Grundgesetz - das ist so anschlussfähig wie ein Playmobil-Luther." Bischöfe lächelten kritische Fragen weg, ein "verzweifelter Gute-Laune-Ton" mache sich breit. Der Applaus auf der Synodentagung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist groß; bei einigen, weil sie gute Miene machen müssen, bei anderen, weil sie Spaß haben an den Formulierungen, bei dritten, weil sie wissen, dass sie Ärger bekämen, wenn sie so was sagten.

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