Der Militärische Abschirmdienst (MAD) registriert eine zunehmende Zahl von Verdachtsfällen wegen Extremismus in der Bundeswehr. „Für das Jahr 2025 wurde ein Anstieg der Neuaufnahmen der Fallbearbeitungen auf 610 gegenüber 524 im Jahr 2024 verzeichnet“, heißt es im neuen Jahresbericht des Militärgeheimdienstes. Dabei gab es vor allem mehr Hinweise auf Rechtsextremismus. So wurden im Jahr 2025 insgesamt 519 sogenannte Fallbearbeitungen in diesem Phänomenbereich neu aufgenommen (2024: 413 insgesamt), ein Anstieg um rund 26 Prozent. Der MAD hat laut Bericht im Jahr vergangenen Jahr elf Menschen als Rechtsextremisten erkannt (2024: ebenfalls elf) und 21 Personen mit vorhaltbaren Erkenntnissen, die den Verdacht der fehlenden Verfassungstreue begründen (2024: 26). Der Bericht weist explizit auf die Vorfälle um sexualisiertes Fehlverhalten, Drogen und Extremismus bei Fallschirmjägern in Zweibrücken hin, die Schlagzeilen auslösten.