Italien nach der Wahl:Die Rechten und ihr Regisseur

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Italien nach der Wahl: Er ist jetzt öfter mal unpässlich. Die Strapazen, die das Amt des Senatspräsidenten mitbringt, schafft er nicht mehr. Aber den großen Regisseur spielen, das geht auch von zu Hause.

Er ist jetzt öfter mal unpässlich. Die Strapazen, die das Amt des Senatspräsidenten mitbringt, schafft er nicht mehr. Aber den großen Regisseur spielen, das geht auch von zu Hause.

(Foto: Yara Nardi/Reuters)

Silvio Berlusconi hat die extreme Rechte in Italien salonfähig gemacht. Ausgerechnet er soll jetzt verhindern, dass das Land unter der postfaschistischen Giorgia Meloni völlig abdriftet. Na dann.

Von Oliver Meiler, Rom

Ein Meer von Köpfen, so beginnt jeder Auftritt von Silvio Berlusconi. Man muss ihn erst mal suchen zwischen seinen Bodyguards, manche sind seit vielen Jahren im Team und mit ihm gealtert. Sie stützen ihn jetzt beim Gehen. Berlusconis Haar ist dichter als vor dreißig Jahren, immer fein nachgefärbt, die Zähne frisch aufgehellt. Make-up trug er schon immer. Er knipst sein Lachen an, sobald er eine Kamera sieht, da ist er Profi. Schaut her, ich bin noch da. "Numero uno", sagt er gern von sich selbst, die ewige Nummer eins. Die linke Zeitung La Repubblica, die sich seine ganze politische Karriere lang an ihm gerieben hat, schreibt: "Das ist die Rückkehr des Highlanders". Die Schärfe der Berichterstattung über Berlusconi ist weg, lange schon.

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