Italien Suche nach Regierung

Nach dem Scheitern der Sondierungsrunden zur Regierungsbildung sollen Fünf Sterne und Sozialdemokraten nun miteinander reden.

Von Oliver Meiler, Rom

Eineinhalb Monate nach den Parlamentswahlen ist in Italien auch die dritte Sondierungsrunde für die Bildung einer neuen Regierung gescheitert. Die Protestpartei Cinque Stelle, mit 33 Prozent gewonnener Stimmen stärkste Einzelpartei, und das Rechtslager, das es insgesamt auf 37 Prozent gebracht hatte, konnten sich nicht auf eine Koalition einigen. Luigi Di Maio von den Fünf Sternen wollte dafür nur mit Matteo Salvini von der rechtsnationalen Lega verhandeln, mit dem "große Dinge möglich" wären, wie er sagte; Gespräche mit Silvio Berlusconi von der bürgerlichen Forza Italia lehnte er hingegen ab. Nun wird erwartet, dass Staatspräsident Sergio Mattarella dem Vorsitzenden der Abgeordnetenkammer, Roberto Fico von den Cinque Stelle, einen neuen Sondierungsauftrag erteilt. Fico soll prüfen, ob seine Partei sich stattdessen mit den Sozialdemokraten des Partito Democratico alliieren könnte.