Präsidentenwahl:Bringt Mario Draghi Italien mehr als Premier oder als Präsident?

Lesezeit: 4 min

Präsidentenwahl: Wäre ein mehr als geeigneter Kandidat für das Amt: der Premierminister und frühere EZB-Chef Mario Draghi.

Wäre ein mehr als geeigneter Kandidat für das Amt: der Premierminister und frühere EZB-Chef Mario Draghi.

(Foto: ALBERTO PIZZOLI/AFP)

Das ist die Herzfrage, um die die Wahl am 24. Januar kreist. Denn Italien bekommt einen neuen Staatschef und der jetzige Premier wäre bereit dazu - gerne sogar. Antworten auf die vier zentralen Fragen rund um die Präsidentenwahl.

Von Oliver Meiler, Rom

Nie vibriert das politische Rom mehr, als wenn der "Colle", der Hügel, neu besetzt wird. Gemeint ist der höchste der sieben Hügel der Stadt: der Quirinal. "Colle" steht als Synonym für die wichtigste Institution des Landes, für die Präsidentschaft der Republik. Die hat dort oben ihren Sitz. Es ist ein Palast von bemerkenswerter Größe, eigentlich ist er viel zu groß für seine republikanische Verwendung. Doch das ist der Geschichte geschuldet, auf dem Hügel lebten früher Päpste und Könige. Am 24. Januar wird nun der Mieter des Quirinalspalasts neu gewählt. Für sieben Jahre. Es wird der 13. sein, seit Italien eine Republik ist, seit 1946 also.

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