Italien:Meloni zeigt ihr zweites Gesicht

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Giorgia Melonis Doppelstrategie funktioniert nur, solange sich Außen- und Innenpolitik nicht überschneiden. (Foto: Guglielmo Mangiapane/Reuters)

Italiens Ministerpräsidentin heimst außenpolitisch viel Lob ein – solange ihre rechte Gesinnung keine Rolle spielt. Beim Thema Abtreibung erntet sie aber heftige Kritik. Das könnte ihrer größten Konkurrentin nutzen.

Von Marc Beise, Rom

Zwei Bilder sind es, die nach diesem Wochenende Italiens Politik auf den Punkt bringen. Hier die Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, 47, die sich im Rahmen eines G-7-Abendessens im abgeschirmten Luxusresort „Borgo Egnazia“ zu einer Volkstanztruppe gesellt und im weißen Sommerkleid die in Südapulien beliebte Pizzica mittanzt. Dort die Oppositionsführerin Elly Schlein, 39, die in den Straßen von Rom und in Jeans bei der „Gay Pride“ zum Lied „Mon amour“ von Annalisa tanzt („Ich sah, wie sie ihn küsste, wie sie sie küsste, wie sie mich küsste“).

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