MittelmeerItalien muss Seenotretter entschädigen

Lesezeit: 3 Min.

Carola Rackete, Kapitänin der „Sea-Watch 3“, wird im Juni 2019 auf Lampedusa von der Polizei abgeführt.
Carola Rackete, Kapitänin der „Sea-Watch 3“, wird im Juni 2019 auf Lampedusa von der Polizei abgeführt. GUGLIELMO MANGIAPANE/REUTERS

Weil der Staat ein Schiff der Hilfsorganisation Sea-Watch beschlagnahmt hatte, spricht ein Gericht der Organisation 76 000 Euro zu. Premierministerin Giorgia Meloni ist empört.

Von Andrea Bachstein

Dieses Gerichtsurteil mache „sprachlos“, erklärte Italiens offenkundig aufgebrachte Premierministerin Giorgia Meloni, fand aber dennoch Worte zu der Entscheidung eines Gerichts im sizilianischen Palermo. Ob es Aufgabe der Richter sei, jene zu belohnen, die sich rühmen, das Gesetz nicht zu respektieren, fragte sie in einem Video. Das Gericht hatte am Mittwoch zuvor geurteilt, dass der deutschen Seenotrettungsorganisation Sea-Watch 76 000 Euro Entschädigung zustehen vom italienischen Transportministerium, dem Innenministerium und der Staatsanwaltschaft Agrigent auf Sizilien. Sie müssen zudem Gerichtskosten in Höhe von 14 000 Euro tragen.

Zur SZ-Startseite

Fernsehen
:In Melonis engstem Kreis

Die Arte-Doku „Giorgia Meloni: Die Macht des Clans“ über den Aufstieg der italienischen Ministerpräsidentin stellt die richtigen Fragen. Für Antworten muss man aber bis zum Ende dranbleiben.

SZ PlusVon Elisa Britzelmeier

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: