In Italien kann es einem ständig passieren, dass man dem "Duce" begegnet, dem Faschistenführer Benito Mussolini. Nicht leibhaftig natürlich, aber doch recht lebendig. Man braucht dafür nicht in ein Museum zu gehen. Sein rundes Gesicht mit dem kantigen Kinn schaut grimmig von Kalendern, die an jedem Zeitungsstand hängen, nicht selten neben solchen mit Bildern des Papstes. Manche Supermärkte an der Adria führen in ihren Regalen Weine mit Etiketten, auf denen Mussolini abgebildet ist. Oder Hitler. Oder Stalin.
Italien:Das Böse als Souvenir
Ein Schaufenster im italienischen Predappio, dem Geburtsort des Diktators Benito Mussolini: Köpfe des "Duce" und andere faschistische Symbole kann man hier erstehen. Die regierenden Sozialdemokraten wollen solche Geschäfte unter Strafe stellen.
(Foto: imagebroker/imago)- In Italien sind Diktatoren-Souvenirs vielerorts zu finden.
- Ein neues Gesetz soll das Produzieren und Verkaufen von derartigen Devotionalien nun strafbar machen, ebenso faschistisches Grüßen.
- Doch es ist unklar, ob das Gesetz durchkommt. Viele der Abgeordneten sind dagegen.
Von Oliver Meiler, Rom

