Türkei:In Istanbul verhaftetes Paar aus Israel wieder frei

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83rd anniversary of Ataturk s demise A Turkish national flag is hung on a gate of Dolmabahce Palace, where modern Turke

Der Dolmabahçe-Palast in Istanbul darf ohne Genehmigung nicht fotografiert werden.

(Foto: Altan Gocher/GocherImagery via www.imago-images.de/imago images/GocherImagery)

Die beiden waren festgenommen worden, weil sie ein Privathaus Präsident Erdoğans fotografiert haben sollen. Ihnen drohte eine Anklage wegen Spionage.

Ein israelisches Paar, das in der Türkei unter Spionagevorwurf verhaftet worden war, ist wieder auf freiem Fuß. Dies teilten der israelische Regierungschef Naftali Bennett und Außenminister Jair Lapid in einer gemeinsamen Stellungnahme mit. Sie dankten dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und seiner Regierung "für ihre Kooperation" sowie dem israelischen Präsidenten Isaac Herzog.

Auf Videobildern war zu sehen, wie Mordi und Natalie Oknin nach der Ankunft in Israel aus einem kleinen Flugzeug stiegen und von erleichterten Angehörigen in den Arm genommen wurden. Die Israelis waren verhaftet worden, weil sie in Istanbul ein Privathaus Erdoğans fotografiert haben sollen. Der türkische Präsident hält dort zuweilen Staatsempfänge ab. Zusammen mit einem Türken drohte ihnen eine Anklage wegen Spionage.

Nach israelischen Medienberichten hatte die Frau ihrer Familie zu Hause in Israel ein Foto des Gebäudes mit den Worten geschickt: "So ein schönes Haus." Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, das Pärchen habe das Haus aus dem Fenster eines Aussichtsturms fotografiert. Die beiden waren nach israelischer Darstellung in der Türkei, um einen Geburtstag zu feiern. Beide seien Busfahrer. In der Türkei ist es grundsätzlich verboten, in militärischen Zonen und sonstigen Sicherheitszonen ohne Genehmigung Fotos zu machen.

Erst im Oktober hatten türkische Medien berichtet, es seien mehrere israelische Agenten verhaftet worden. Die Beziehungen beider Länder gelten seit Langem als angespannt. Bei der Erstürmung des Schiffs Mavi Marmara durch israelische Soldaten 2010 waren zehn Türken getötet worden. Nach einer diplomatischen Eiszeit zahlte Israel 2016 20 Millionen Dollar an die Hinterbliebenen. Hoffnung auf Besserung der Beziehung zwischen Israel und der Türkei gab es zuletzt, als Erdoğan im Sommer den frisch gewählten israelischen Präsidenten Herzog angerufen hatte, um ihm zu gratulieren.

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