Westjordanland:Wo Steuergeld in Nahost versickert

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Israelische Siedler in einem der illegalen Außenposten im Westjordanland (Archivbild). (Foto: EMMANUEL DUNAND/AFP)

Mit vielen Millionen Euro finanziert die Bundesregierung unter anderem Kläranlagen in den Palästinensergebieten. Doch radikale israelische Siedler stören immer wieder den Betrieb. Ein Besuch in Nablus und Salfit.

Von Peter Münch, Nablus/Salfit

Braun sind die Felder, trocken ist das Land. Der Ingenieur Yazan Odeh steht vor der Hügellandschaft westlich von Nablus, im Rücken hat er die Rechen und Reinigungsbecken der Kläranlage, für deren Betrieb er mitverantwortlich ist. Hoch oben auf einer Kuppe liegt das neu errichtete Wasserreservoir. Die Rohre sind verlegt, die Pumpstation steht bereit. „Alles ist fertig“, sagt Yazan Odeh, und alles wurde finanziert von der deutschen Regierung mit zwölf Millionen Euro. Es könnte sofort losgehen mit der Bewässerung der Felder palästinensischer Bauern durch gereinigtes Abwasser – wenn da nicht dieser israelische Siedler wäre.

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