Der Satz ließ aufhorchen. „Wir glauben, dass es einen Weg gibt, einen umfassenderen Frieden mit den arabischen Staaten zu erreichen, und auch einen Weg, einen tragfähigen Frieden mit unseren palästinensischen Nachbarn zu schaffen“, sagte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu am Sonntag, als er, neben Bundeskanzler Friedrich Merz in Jerusalem stehend, an seinem Regierungssitz in Jerusalem sich den Fragen von Journalisten stellte – das erste Mal seit fast einem Vierteljahr. Kommt also wieder etwas Bewegung in den stockenden, nach den wiederholten israelischen Angriffen fast schon erstarrten Friedensprozess im Gazastreifen? Deutet die Formel vom „tragfähigen Frieden“ mit den Palästinensern gar an, dass sich Israels konservativer Regierungschef wieder etwas in Richtung einer Zweistaatenlösung bewegen könnte, die er bislang kategorisch ausschließt?
Friedensplan für NahostNetanjahu deutet Zugeständnisse an
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Kommt wieder Bewegung in den Friedensprozess für Gaza und die Palästinensergebiete? Es gibt zumindest Hinweise, dass sich Israels Premier amerikanischem Druck beugen könnte. Aber er stellt Bedingungen.
Von Reymer Klüver
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