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Israel:Netanjahu frustriert Berlin

Die deutsche Seite erwägt, ihre "Sorgen" über die Politik des Regierungschefs in Jerusalem möglicherweise deutlicher auszudrücken.

Von Peter Münch, Tel Aviv

In den deutsch-israelischen Beziehungen deuten sich Konflikte an. "Es setzt sich in der Bundesregierung die Erkenntnis durch, dass Netanjahu unsere Freundschaft instrumentalisiert", sagte der stellvertretende SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich dem Spiegel. Norbert Röttgen (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, ergänzte, man müsse "Sorgen" über Israels Politik "noch klarer ausdrücken". Dies zeigt die Frustration in Berlin darüber, dass Israels Premier Benjamin Netanjahu sich unbeeindruckt von allen Einwänden gegen seine Siedlungspolitik gibt. Ein Regierungsvertreter aus Jerusalem erklärte in israelischen Medien, die Beziehungen zu Berlin seien "eng und gut, und sie werden es weiterhin sein".

© SZ vom 02.05.2016

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