IsraelMilitärchef der Hamas getötet

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Israel hat nach eigenen Angaben den Militärchef der radikal-islamischen Hamas getötet. Iss al-Din al-Haddad sei bei einem gezielten Luftangriff auf Gaza-Stadt am Freitag ums Leben gekommen, teilten die Streitkräfte am Samstag mit. In einer gemeinsamen Erklärung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz wurde Haddad als einer der Drahtzieher des Angriffs vom 7. Oktober 2023 bezeichnet, der die israelische Großoffensive im Gazastreifen ⁠auslöste. Er sei für den Mord, die Entführung und die Verletzung von Tausenden israelischen Zivilisten und Soldaten verantwortlich gewesen.
Die Hamas bestätigte den Tod des Kommandeurs. In ‌einer Moschee im Zentrum des Gazastreifens fand am Samstag eine Trauerfeier für Haddad, seine Frau und seine 19-jährige Tochter statt. Wie die beiden Letzteren ums Leben kamen, war zunächst unklar. 
Haddad  übernahm die militärische Hamas-Führung, nachdem Israel im Mai 2025 seinen Vorgänger Mohammed ‌Sinwar getötet hatte. Unterdessen bestätigte Netanjahu eine Ausweitung des von Israel kontrollierten Gebiets im Gazastreifen. „In Gaza halten wir jetzt nicht mehr 50 Prozent, sondern bereits 60 Prozent (des Gebiets)“, sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros. Die Zeitung Israel Hajom hatte zuletzt unter Berufung auf einen ranghohen westlichen Diplomaten berichtet, Israel habe in den vergangenen Wochen das von der Armee kontrollierte Gebiet im Gazastreifen erheblich ausgedehnt. Die Truppen seien jetzt entlang einer „orangefarbigen Linie“ stationiert, die die bisherige „gelbe Linie“ ersetzt habe. Die Zeitung berichtete, der Schritt sei mit Wissen und Zustimmung des Friedensrats geschehen, nachdem deutlich geworden sei, dass die islamistische Terrororganisation Hamas ihre Verpflichtungen verletzt und den Zeitplan für ihre Entwaffnung nicht eingehalten habe. Auch für diese Information gab es keine Bestätigung. Die Hamas wirft Israel vor, es habe selbst gegen die Vereinbarungen des Friedensplans von US-Präsident Donald Trump verstoßen, indem es seine Angriffe im Gazastreifen fortsetze. Seit Beginn einer Waffenruhe im Oktober sind nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde mehr als 870 Menschen im Gazastreifen getötet worden.

© SZ/Reuters/dpa - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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