NahostMehrere Tote in Israel und Libanon

Wegen den andauernden Kämpfen zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz ist dieser Mann in die Hauptstadt Beirut geflüchtet.
Wegen den andauernden Kämpfen zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz ist dieser Mann in die Hauptstadt Beirut geflüchtet. Mohamed Azakir/REUTERS

Israel und die proiranische Hisbollah-Miliz setzen ihre gegenseitigen Angriffe fort. Am Wochenende wurden auch UN-Blauhelmsoldaten durch die Kämpfe verletzt.

Bei einem Angriff der proiranischen Hisbollah-Miliz auf einen israelischen Armeeposten im Südlibanon sind nach Angaben eines Militärsprechers zwei israelische Soldaten getötet worden. Zu dem Angriff kam es demnach am frühen Sonntagmorgen. Als Reaktion auf die Tötung des iranischen Obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei hatte die Hisbollah, die aus Teheran seit Jahren mit Geld und Waffen versorgt wird, vor einer Woche wieder Raketen auf Israel abgefeuert. Seitdem greift Israels Armee wieder im größeren Umfang in Libanon an. Ein Militärsprecher sagte, etwa 200 Hisbollah-Kämpfer seien seither getötet worden.

Bei weiteren Luftangriffen Israels sind am Sonntag laut libanesischen Regierungsangaben mindestens 15 Menschen getötet worden. Israel habe südlich des Litani-Flusses nahe der gemeinsamen Grenze angegriffen. Dort sei in einem Dorf ein Wohngebäude getroffen worden. Örtlichen Medienberichten zufolge waren auch Frauen und Kinder unter den Opfern. Ein israelischer Armeesprecher teilte mit, die Bombardements dauerten an.

Wegen der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah waren am Freitagabend drei aus Ghana stammende Soldaten der UN-Beobachtermission Unifil in ihrem Stützpunkt verletzt worden. Ein Schwerverletzter sei zur Behandlung in ein Krankenhaus in der libanesischen Hauptstadt Beirut gebracht worden, die beiden anderen Verletzten würden in einer Unifil-Einrichtung behandelt, teilten die Vereinten Nationen mit. Ein Brand auf dem Stützpunkt im Südwesten Libanons sei gelöscht worden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verurteilte den „inakzeptablen Angriff“.

© SZ/dpa/mati - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Krieg im Nahen Osten
:Und der Verlierer ist: Libanon

Das Land wird wieder in einen Krieg hineingezogen, den es nicht wollte. Der Hass auf die Hisbollah, die Israel mit Raketenangriffen provoziert hat, steigt. Kann die Miliz nun entwaffnet werden?

SZ PlusVon Bernd Dörries

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: