NahostkonfliktSie ist Palästinenserin und wütend. Und das ernährt 6000 Familien im Gazastreifen

Lesezeit: 3 Min.

Jouanna Hassoun ist in einem palästinensischen Flüchtlingslager in Libanon geboren, wuchs während des Bürgerkriegs auf.
Jouanna Hassoun ist in einem palästinensischen Flüchtlingslager in Libanon geboren, wuchs während des Bürgerkriegs auf. dpa

Jouanna Hassoun hat aus einer Spendenaktion zu ihrem Geburtstag ein Hilfsprojekt gemacht: Sie organisiert von Berlin aus eine Essensausgabe in dem Kriegsgebiet.

Von Sina-Maria Schweikle

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Jouanna Hassoun ist wütend. Wütend auf die israelische Regierung, auf die Hamas, auf die deutsche Nahostpolitik und auf die Weltgemeinschaft. Auch auf die arabischen Staaten, die Gaza im Stich lassen würden. Und nicht zuletzt auf einige Menschen im Gazastreifen selbst, die die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben, während der Großteil der Bevölkerung ohne Einkommen um das tägliche Überleben kämpft, wie sie sagt. Diese Wut sei eine Folge ihres Schmerzes über die Bilder aus Gaza – aber zugleich auch ihr Antrieb. Hassoun will ihrer Wut nicht nur Ausdruck verleihen, sondern handeln. Deshalb hat sie mit ihrem Verein Transaidency eine Lebensmittelverteilung in Gaza organisiert. „Schließlich ernähren Worte allein keinen Menschen“, sagt sie im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung.

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