IsraelAufstieg eines Radikalen

Lesezeit: 4 Min.

Minister für Provokation? Der israelische Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, bei einem Marsch radikaler Siedler in der Jerusalemer Altstadt.
Minister für Provokation? Der israelische Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, bei einem Marsch radikaler Siedler in der Jerusalemer Altstadt. Jamal Awad/dpa

Itamar Ben-Gvir demütigt Friedensaktivisten, marschiert auf den Tempelberg und fordert die Vertreibung von Palästinensern. Sein Land distanziert sich, aber viele wählen ihn trotzdem.

Von Sina-Maria Schweikle, Tel Aviv

SZ bei Google bevorzugen

Itamar Ben-Gvir läuft sichtlich aufgeregt durch die Menge. Vor ihm knien Menschen auf dem Boden, die Hände zusammengebunden. Der rechtsextreme Sicherheitsminister schreit: „Terroristen!“ und: „Unterstützer von Mördern!“ und schwenkt die israelische Flagge. Die Frauen und Männer, die dort mit gebeugten Rücken kauern müssen, gehören zu den mehr als 400 Aktivisten aus über 40 Ländern der „Global Sumud Flotilla“, einer zivilen Hilfsflotte. Sie wollten die von Israel 2007 verhängte Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen und einen humanitären Hilfskorridor einrichten. Am Dienstag wurden sie vor dem Gazastreifen von der israelischen Marine abgefangen und schließlich festgenommen.

Zur SZ-Startseite

MeinungUmgang mit Palästinensern
:Nein, Israels Problem heißt nicht nur Benjamin Netanjahu

Kommentar von Leonard Scharfenberg
Portrait undefined Leonard Scharfenberg

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: