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Israels Verteidigungsminister:Ehud Barak zieht sich aus der Politik zurück

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Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak hat seinen Rückzug angekündigt. Er werde nach der Neuwahl des Parlaments im Januar aus der Politik ausscheiden, kündigte er überraschend in Tel Aviv an.

Der prominente General, ehemalige Premierminister und amtierende Verteidigungsminister Israels will nicht mehr: Ehud Barak beendet seine politsche Karriere. Er werde nach der Neuwahl des Parlaments im Januar aus der Politik ausscheiden, kündigte Barak überraschend vor Journalisten in Tel Aviv an.

"Ich habe entschieden, mich aus dem politischen Leben zurückzuziehen und nicht an der kommenden Wahl zur Knesset teilzunehmen", sagte Barak. Er wolle nur noch bis zur Bildung einer neuen Regierung nach den Wahlen am 22. Januar im Amt bleiben. Danach sei Schluss. "Ich will meiner Familie mehr Zeit widmen", erklärte der geschiedene Vater von drei Töchtern und mehrfache Großvater.

Premierminister Benjamin Netanjahu dankte Barak für die Zusammenarbeit. Er respektiere die Entscheidung des Verteidigungsministers und wisse dessen Arbeit für die Sicherheit Israels zu schätzen, sagte Netanjahu in einer ersten Stellungnahme.

Zwischen Barak und Netanjahu soll es zuletzt Spannungen wegen des israelischen Angriffs auf den Gaza-Streifen gegeben haben. Berichten zufolge soll der als brillianter Analytiker geltende Barak bereits nach wenigen Tagen alle Ziele für erreicht gehalten haben. Netanjahu willigte jedoch erst nach acht Tagen in eine Waffenruhe ein.

Barak, Sohn polnischer Einwanderer, hatte vor seinem Einstieg in die Politik in der israelischen Armee Karriere gemacht. Für seine Tapferkeit mehrfach ausgezeichnet, gilt Barak als einer der meistdekorierten Generäle des Landes. Von 1991 bis 95 hatte er die Leitung des Generalstabs inne. 1995 holte ihn Ministerpräsident Yitzhak Rabin als Innenminister in sein Kabinett. Nach der Ermordung Rabins 1995 wechselte er unter Shimon Peres ins Außenministerium.

1999 wurde Barak zum Premierminister gewählt. In einer turbulente Amtszeit bemühte er sich um eine Annäherung an die Palästinenser. Mit deren Präsident Yasir Arafat und US-Präsident Bill Clinton führte er Friedensgespräche. Seine Politik erlitt jedoch immer wieder Rückschläge, sein Rückkhalt in der Bevölkerung schwand. 2000 erklärte sich Barak zu vorgezogenen Neuwahlen bereit, die er 2001 gegen Ariel Scharon verlor.

Schon damals gab Barak seinen Rückzüg aus der Politik bekannt. 2007 kandidierte er jedoch erfolgreich um den Vorsitz der Arbeitspartei. Im gleichen Jahr wurde er Verteidigungsminister im Kabinett des Scharon-Nachfolgers Ehud Olmert. Als solcher verantwortete Barak den dreiwöchigen Gaza-Krieg 2007. Die Militäröffensive "Gegossenes Blei" kostete mehr als 1400 Menschen das Leben.

Nach der Wahl 2009 führte Barak seine Partei trotz erheblicher innerparteilicher Widerstände in eine Koalition mit Premier Netanjahu und behielt seinen Ministerposten. Im Januar 2011 kam es nach einem heftigen Richtungsstreit zum Bruch mit der Arbeitspartei. Daraufhin gründete Barak die Partei Atzma'ut (Unabhängigkeit). Demoskopen sagten ihr für die Wahl im Januar 2013 schlechte Chancen auf einen Einzug ins Parlament voraus.