Man kann es auch das Paradoxon des 7. Oktobers nennen. Ein Staat mit einer der schlagkräftigsten Armeen weltweit und berüchtigt guten Geheimdiensten, wird von wenigen Tausend Terroristen und einem enthemmten Mob überfallen. Dieser Staat ist paralysiert, wird vor den Augen der Welt gedemütigt. Dann aber holt er nach einer Phase der fast völligen Handlungsunfähigkeit zum Gegenschlag aus. Unerbittlich, ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung seiner Feinde, militärisch unbestreitbar erfolgreich.
NahostDer Terror der Hamas hat Israel letztlich nur gestärkt
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Die Angriffe am 7. Oktober 2023 zeigen die Kurzsichtigkeit militanter Islamisten. Israel wurde zunächst gedemütigt, hat aber unerbittlich zurückgeschlagen, auch gegen Iran. Nun bildet sich ein neuer Naher Osten – nach Benjamin Netanjahus Vorgaben.
Von Tomas Avenarius, Berlin
