Süddeutsche Zeitung

Gazastreifen:Israel und Islamischer Dschihad melden Waffenruhe

Die Islamisten teilen mit, Ägypten habe in dem Konflikt vermittelt. Die Zahl der Toten durch isrealische Luftangriffe im Gazastreifen steigt auf 34.

Der israelische Militärsprecher Avichai Adrai hat die zweitägigen Kämpfe im Gazastreifen für beendet erklärt. Er bestätigte damit die Waffenruhe, die zuvor vom Islamischen Dschihad bekanntgegeben worden war. Israel habe 25 Extremisten im Gazastreifen angegriffen, die meisten von der Gruppe Islamischer Dschihad, teilte Adrai auf Twitter mit. Die israelischen Luftangriffe hätten über- und unterirdischer "terroristischer Infrastruktur" sowie Marinestellungen des Islamischen Dschihad gegolten.

Ein Sprecher der islamistischen Organisation hatte mitgeteilt, die Waffenruhe gelte seit 4.30 Uhr deutscher Zeit und sei durch Ägypten vermittelt worden. Trotzdem feuerten militante Palästinenser auch am Morgen noch Raketen nach Israel.

Teil der Vereinbarung zur Waffenruhe sind nach Angaben des Islamischen Dschihad der Stopp von gezielten Tötungen, der Schutz von palästinensischen Demonstranten im Grenzgebiet an Freitagen und Maßnahmen zur Beendigung der Blockade des Gazastreifens.

Israel hatte am Dienstag einen ranghohen Kommandeur des Islamischen Dschihad getötet. Danach kam es zu Raketenangriffen von Extremisten im Gazastreifen. Israel flog im Gegenzug Dutzende Luftangriffe. Dabei wurden nach Behördenangaben mindestens 34 Palästinenser getötet. Drei Israelis wurden durch Granatsplitter oder Trümmerteile leicht verletzt.

Bestens informiert mit SZ Plus – 14 Tage kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/1.4681547
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
SZ.de/AP/dpa/mane/kit
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über Süddeutsche Zeitung Content. Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an syndication@sueddeutsche.de.