Der Weg der Demonstranten, die am Samstagabend durch das erleuchtete Tel Aviv marschieren, ist derselbe wie seit Monaten: die breiten Straßen des Stadtzentrums entlang, vorbei am großen Theater, bis zum Hauptquartier der israelischen Armee. Hier haben sie Woche für Woche für die Befreiung der Geiseln aus Gaza, für ein Ende des Krieges demonstriert. Jetzt, nach vier Wochen Waffenruhe, rufen die Menschen nicht mehr die Namen derjenigen, die von der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas entführt wurden. Auf ihren Schildern sind jetzt israelische Politiker abgebildet. Sie rufen: „Demokratie!“
IsraelWie Netanjahu die Demokratie angreift
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Israels Ministerpräsident versucht, mit zahlreichen Gesetzentwürfen staatliche Institutionen zu untergraben. Dagegen gibt es zwar Proteste, doch nach dem Bangen um die Geiseln der Hamas wirkt die Gesellschaft müde.
Von Kristiana Ludwig, Tel Aviv
