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Islam in Deutschland:Friedlich, freundlich, radikal

Islam in Deutschland: IGMG-Demonstration für Frieden in Syrien

Mitglieder der IGMG (Islamische Gemeinschaft Millî Görüş) demonstrieren in Frankfurt gegen den Krieg in Syrien

(Foto: Ralph Peters/imago)

Der legalistische Islamismus in Deutschland wird von profilierten, gut gebildeten jungen Muslimen vertreten. Seine Gefahren werden in Politik und Gesellschaft unterschätzt. Warum eine offene, konfrontative Debatte nötig wäre.

Gastbeitrag von Reyhan Şahin alias Lady Bitch Ray

Im Zusammenhang mit den jüngsten islamistischen Anschlägen in Europa ist vor allem von der explizitesten Form des Islamismus die Rede: Der Dschihadismus versteht "Dschihad" als Glaubenskampf gegen Andersgläubige und muslimische Minderheiten, den er mit Gewalt verfolgt. Damit assoziieren viele den extrem brutalen "Islamischen Staat" (IS), den Salafismus, den Islamismus der al-Qaida, die Taliban in Afghanistan. Weniger bekannt ist eine Form des Islamismus, die in Europa sehr präsent, aber für viele Menschen unsichtbar ist: Der legalistische Islamismus verbreitet seine Scharia-Ideologie völlig legal und gewaltfrei unter dem Dach der Demokratie in westlichen Mehrheitsgesellschaften. Durch gezielte Bildungsarbeit, Dienstleistungen sowie Moscheebau üben die entsprechenden Organisationen großen Einfluss auf Muslime in Deutschland aus. Der legalistische Islamismus unterscheidet sich weniger in der Radikalität seines Gesellschaftsentwurfes als in seinen Methoden vom Dschihadismus und ist daher umso wirksamer.

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