Drei Stunden lang müssen seine Fans warten. Es treten Menschenrechtler auf, ein Model, ein belgischer Minister, italienische Politikerinnen. Der Publizist Michel Friedman hält eine Rede. Es betritt ein junger Mann die Bühne, der als Augenzeuge von Massakern berichtet. Dann noch eine Olympia-Teilnehmerin, ein Rapper, eine Pop-Sängerin. Aber die 250 000 Menschen, die an diesem Nachmittag auf die Münchner Theresienwiese gekommen sind – sie wollen eigentlich ihn sehen: Reza Pahlavi, Sohn des 1979 in Iran von der Macht vertriebenen Schahs. 47 Jahre später sieht der Kronprinz seine Stunde gekommen. Er will das Mullah-Regime stürzen, aus dem Exil zurück und das Land übergangsweise führen.
IranGefeiert wie ein Rockstar – mit einer Botschaft an die Mullahs
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250 000 Menschen jubeln in München Reza Pahlavi zu. Der Sohn des iranischen Schahs will die Gunst der Stunde nutzen, das Regime in Teheran zu Fall bringen und aus dem Exil in die USA zurück in die Heimat. Wie stehen seine Chancen?
Von Tobias Matern, München
