Proteste in IranDie Mullahs verordnen Stille

Lesezeit: 3 Min.

In Iran sollen Hunderte Protestierende gezielt erschossen worden sein, für die nächsten Tage werden Hinrichtungen angeblicher „Anführer“ erwartet. Das Internet bleibt abgeschaltet.

Von Raphael Geiger, Van

Man werde, sagte der Außenminister der Islamischen Republik, Abbas Araghchi, das Internet in Iran „bald“ wieder anschalten. Es klang wie ein Entgegenkommen des Regimes. Ein Geschenk für die Menschen, auf die man gerade erst über Tage hinweg hat schießen lassen. Die Organisation HRANA beziffert die Zahl der Todesopfer unter den Demonstranten inzwischen auf 505, gibt aber an, dass sie ungefähr ebenso viele mögliche Todesfälle noch prüfe. Iran Human Rights zählt mindestens 648 Tote. Viele Aktivisten gehen von weit höheren Zahlen aus, das Exil-Medium Iran International erhöhte seine Schätzung am Dienstag auf 12 000.

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MeinungMassenproteste in Iran
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SZ PlusKommentar von Raphael Geiger
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