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Angriffe in Saudi-Arabien:Johnson hält Iran für verantwortlich

Vor wenigen Tagen hatte sich Johnson noch nicht auf einen Verantwortlichen festlegen wollen.

(Foto: AFP)
  • Nach den USA und Saudi-Arabien sieht jetzt auch Großbritannien die Schuld für die Drohnenangriffe auf saudische Ölanlagen bei Iran.
  • Premierminister Johnson sagte, sein Land erwäge, sich an den von den USA angeführten Maßnahmen gegen Iran zu beteiligen.

Großbritannien ist laut Premierminister Boris Johnson zu dem Schluss gekommen, dass Iran für die kürzlich verübten Angriffe auf saudische Ölanlagen verantwortlich ist. Das Vereinigte Königreich werde erwägen, sich an von den USA angeführten Maßnahmen zur Stärkung der Verteidigung Saudi-Arabiens zu beteiligen, sagte er. Großbritannien werde sich auch mit Verbündeten für eine Deeskalation der Spannungen am Persischen Golf einsetzen.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit habe Iran die Schuld an den Angriffen mit Drohnen und Marschflugkörpern, sagte Johnson während seines Flugs zur Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. Vor wenigen Tagen hatte London noch betont, es sei zu früh für Schuldzuweisungen.

Auch Saudi-Arabien und die USA sehen die Verantwortung bei Iran. Das Pentagon kündigte am Freitag an, zusätzliche Truppen und Raketenverteidigungsanlagen in die Region zu entsenden. Johnson sagte, wenn Großbritannien gefragt würde, würde sein Land darüber nachdenken, wie es nützlich sein könnte.

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Verteidigungsminister Esper zufolge sollen die zusätzlichen Soldaten der Verteidigung gegen Luft- und Raketenangriffe dienen. Iran lehnt weiter jede Verantwortung für Angriffe auf saudische Öl-Anlagen ab.