Krieg in NahostUSA kündigen weitere Gespräche zwischen Israel und Libanon an

Schon seit April finden direkte Gespräche zwischen der libanesischen und der israelischen Regierung statt. Kommende Woche wollen sich Vertreter in Rom treffen, heißt es aus Washington.

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Wichtige Updates
Schiffsverkehr durch Straße von Hormus deutlich zurückgegangen
Berichte: Saudi-Arabien befürchtet koordinierte Angriffe der Huthi-Miliz
Trump: Denke, dass der Krieg ziemlich bald endet
Iran: Einigung mit Oman über Schifffahrtsroute – USA nicht beteiligt
Israelisches Militär beginnt Angriffe im Süden Libanons

Iran will Schiffe aus den USA und Israel aus der Straße von Hormus verbannen 

Iran will US-amerikanische und israelische Schiffe von der Durchfahrt durch die Straße von Hormus ausschließen. Zudem sollen feindlich gesinnte Länder eine Entschädigung leisten müssen, bevor ihre Schiffe die Meerenge passieren dürfen. Das schreiben lokale Medien über ein geplantes Abkommen zwischen Iran und Oman zur Verwaltung der wichtigen Wasserstraße.

Die Nachrichtenagentur Fars hat über Einzelheiten des von Iran und Oman ausgearbeiteten vorläufigen Abkommens berichtet. Demnach soll die Durchfahrt von Schiffen der USA, Israels und anderer feindlicher Länder durch die Straße von Hormus verboten werden. Fracht mit Bezug zu Israel soll dem Bericht zufolge weder zu militärischen noch zu zivilen Zwecken durch diese Region transportiert werden dürfen. Das Verbot soll auch für Schiffe oder Fracht gelten, die bei Aktionen gegen Iran und Verbündete eine Rolle gespielt haben. Länder und Einzelpersonen, die Iran Schaden zugefügt haben, erhalten demnach keine Genehmigung für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus und den Persischen Golf, bis der Schaden ersetzt ist. Für Verstöße gegen das geplante Gesetz sind hohe Strafen vorgesehen. Diese können bis zu 20 Prozent des Wertes der Fracht betragen.

Weltweit gibt es nicht viele Handelsschiffe unter US-amerikanischer oder israelischer Flagge. Seit Beginn des Krieges sind nur wenige von ihnen in den Persischen Golf hinein- oder aus ihm herausgefahren. 

Offen bleibt, wie weit Iran ein solches Verbot auslegen könnte. Aufgrund der komplexen Eigentums- und Managementstrukturen von Schiffen könnten einige Reedereien mit US-amerikanischen oder israelischen Eigentümern oder Investoren als mit diesen Ländern verbunden angesehen werden.

US-Präsident Donald Trump dürfte einem solchen Zugeständnis jedenfalls kaum zustimmen. Seit Monaten besteht er darauf, dass die amerikanischen Streitkräfte Iran im Wesentlichen besiegt hätten. Die Zwischenwahlen, bei denen über die Kontrolle beider Kammern des Kongresses entschieden wird, sind nur noch wenige Monate entfernt. Umfragen zufolge ist der Krieg inzwischen äußerst unpopulär. 

USA stellen Ende der Iran-Blockade in Aussicht 

Die USA stellen eine Aufhebung der Blockade iranischer Häfen in Aussicht. Voraussetzung sei eine Einigung zwischen Iran und Oman über die Straße von Hormus, sagt ein Vertreter der US-Regierung der Nachrichtenagentur Reuters. Es gebe Fortschritte bei den Gesprächen, eine Einigung werde bald erwartet. Sobald ein Abkommen den ungehinderten Handelsverkehr wiederherstelle, würden die USA ihre Blockade aufheben. Das Vorgehen der USA hänge jedoch von der Erfüllung der Verpflichtungen durch Iran ab, heißt es weiter. 
Lilly Zerbst

Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan unterzeichnen Verteidigungsabkommen

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs unterzeichneten die drei Staaten am Freitag den sogenannten „Mekka Verteidigungspakt“, mit dem eine koordinierte Sicherheitsstrategie festgelegt wird. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman und der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif nahmen laut einer Erklärung des pakistanischen Außenministeriums persönlich an der Unterzeichnungszeremonie teil. Im Rahmen des Abkommens verpflichten sich der NATO-Staat Türkei, die einflussreiche Golfmonarchie Saudi-Arabien und die Atommacht Pakistan, gemeinsam auf Bedrohungen von außen gegen einen der drei Staaten zu reagieren.
Recep Tayyip Erdoğan, Mohammed bin Salman und Shehbaz Sharif (v.l.n.r.) posieren nach der Unterzeichnung eines trilateralen Verteidigungsabkommens in Mekka, Saudi-Arabien.
Recep Tayyip Erdoğan, Mohammed bin Salman und Shehbaz Sharif (v.l.n.r.) posieren nach der Unterzeichnung eines trilateralen Verteidigungsabkommens in Mekka, Saudi-Arabien. Saudi Press Agency via AP
„Das Abkommen soll die kollektive Abschreckung gegen jegliche Aggression stärken und sieht vor, dass jeder bewaffnete Angriff gegen einen der drei Staaten als Angriff gegen alle drei Staaten betrachtet wird“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Türkische Regierungsvertreter erklärten, das Abkommen werde den Aufbau gemeinsamer Verteidigungsfähigkeiten, Militärübungen und die Ausbildung von Personal umfassen. 

Die neue Vereinbarung zwischen den drei Staaten solle nicht als ein Anti-Iran-Bündnis missverstanden werden, sagte Zafar Nawaz Jaspal, Politikwissenschaftler an der Quaid-e-Azam Universität in Islamabad. Vielmehr ziele das Bündnis auf nicht staatliche Akteure wie die Huthi-Miliz in Jemen oder bewaffnete Gruppen im Irak, die Saudi-Arabien angreifen. 

Die Zusammenarbeit stehe „im Einklang mit dem von Ankara seit Langem vertretenen Ansatz ‚regionale Lösungen für regionale Probleme‘“, schrieb Burcu Ozcelik, Senior Fellow am Royal United Services Institute, in einem Beitrag auf X. Die Türkei verfügt über die zweitgrößte Streitmacht der NATO und nach den USA über die zweitgrößte F-16-Flotte der Welt. 
Lilly Zerbst

Tote nach Huthi-Angriffen in Jemen

Die Lage im Jemen spitzt sich immer weiter zu. Die Huthi-Miliz hat nach Angaben regierungsnaher Medien erneut Ziele in der jemenitischen Provinz Marib mit Raketen und Drohnen angegriffen. Anwohner berichteten der Deutschen Presse-Agentur, sie hätten am Morgen mehrere Explosionen am Stadtrand von Marib gehört. Über einem Militärlager der international anerkannten jemenitischen Regierung seien Rauchwolken aufgestiegen.

Der Gesundheitsminister der jemenitischen Regierung, Kasim Bahibah, teilte auf X mit, die Huthi-Miliz habe Wohngebiete und Lager für Binnenvertriebene in Marib angegriffen. Mindestens zwei Zivilisten seien getötet worden, 14 weitere Menschen verletzt.

Aus Militärkreisen hieß es, dass bei einem Angriff auf Stellungen regierungstreuer Truppen in der Provinz Marib zwei Militärangehörige getötet und drei weitere verletzt wurden. Der regierungsnahe Fernsehsender Saba TV berichtete, die Luftabwehr habe mehrere mit Sprengstoff beladene Drohnen über Marib abgefangen. Zugleich habe die Huthi-Miliz die Stadt mit Raketen und Drohnen beschossen. Die Huthi haben sich zu den Angriffen bislang nicht geäußert.

Schiffsverkehr durch Straße von Hormus deutlich zurückgegangen

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist in dieser Woche deutlich zurückgegangen. Von Montag bis Donnerstag passierten Daten des Analyseunternehmens Kpler zufolge lediglich 33 Schiffe die Meerenge im Persischen Golf. Im gleichen Zeitraum der Vorwoche waren es noch 50.

Am Donnerstag fuhren vier Schiffe durch die Straße von Hormus. Darunter befand sich der Großtanker Nissos Kea, der etwa zwei Millionen Barrel im Irak geladenes Basrah-Rohöl transportierte. Bei den übrigen Schiffen handelt es sich um zwei Flüssiggas-Tanker und einen kleineren Massengutfrachter. 

Insgesamt verließen in dieser Woche Kpler zufolge nur sechs Rohöltanker die Straße von Hormus. 21 Schiffe fuhren ein, die meisten davon über die iranische Route. Vor dem Iran-Krieg passierten üblicherweise 130 bis 140 Schiffe in dem Zeitraum die Meerenge, die Iran im Zuge des Krieges blockiert.
Luzia Geier
Luzia Geier

Insider: Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan planen Verteidigungspakt

Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan wollen Insidern zufolge ein Verteidigungsabkommen unterzeichnen. Die Vereinbarung solle in Saudi-Arabien besiegelt werden, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Details waren zunächst nicht bekannt. Riad strebt eine engere Sicherheitszusammenarbeit mit Verbündeten an und warnt vor einer zunehmenden Bedrohung durch von Iran unterstützte Gruppen. Einem saudischen Regierungsvertreter zufolge könnten geplante Angriffe dieser Gruppen darauf abzielen, die diplomatischen Bemühungen um eine Entspannung im Verhältnis zu Iran zu stören. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif ist schon in Saudi-Arabien eingetroffen, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan wird noch erwartet.
Luzia Geier
Luzia Geier

Sprecher: Elf Verletzte bei Huthi-Angriffen in Saudi-Arabien

Nach Angaben des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses in Jemen sind bei Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz mindestens elf Zivilisten in Saudi-Arabien verletzt worden. Sieben seien saudische Staatsbürger gewesen, die bei dem Beschuss in der Region Nadschran unter anderem Verbrennungen erlitten hätten, teilte Koalitionssprecher Turki al-Maliki in der Nacht auf der Plattform X mit. Zudem seien zwei Staatsbürger Ägyptens sowie einer Pakistans und einer aus Jemen aufgrund der „terroristischen Huthi-Angriffe“ verletzt worden. Unter den Verletzten sei auch ein vierjähriges Kind. 

Die Huthi hätten „wahllos zivile Objekte“ beschossen, was einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht darstellte, hieß es. Weitere Details wurden nicht genannt. Stellungnahmen der Huthi oder der Regierung in Teheran lagen zunächst nicht vor.
Luzia Geier
Luzia Geier

Berichte: Saudi-Arabien befürchtet koordinierte Angriffe der Huthi-Miliz

Saudi-Arabien bereitet sich Berichten zufolge auf mehrere koordinierte Angriffe durch irakische Milizen und die ebenfalls von Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen vor. Verschiedene Medien wie der US-Sender CNN beriefen sich dabei auf einen saudi-arabischen Beamten, der auf Geheimdienstberichte aus den USA, Saudi-Arabien und anderen Ländern der Nahost-Region verwiesen habe. Demnach sollen einige Mitglieder irakischer Milizen in Abstimmung mit den Huthi planen, den Golfstaat „in sehr naher Zukunft“ unter Anleitung von Irans mächtiger Revolutionsgarde anzugreifen. 

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Berufung auf einen hochrangigen Insider über unmittelbar bevorstehende, koordinierte Angriffe aus dem Norden und Süden. Demnach deuteten die Geheimdienstberichte darauf hin, dass zivile Einrichtungen und wirtschaftlich wichtige Infrastruktur wie Energieanlagen, Häfen und Flughäfen zum Ziel werden könnten. Zudem beobachte das Königreich, dass Drohnen und Raketen verlegt würden, hieß es. Dies deute auf ein abgestimmtes Vorgehen aus beiden Richtungen hin. Die Zusammenarbeit zwischen Saudi-Arabien und den USA bleibe auf allen Ebenen „sehr eng“, sagte der Insider laut Reuters. Dazu gehöre die operative Zusammenarbeit mit dem US-Zentralkommando. Das Königreich sei bereit, alles Notwendige zu tun, um auf jede Aggression zu reagieren.

An diesem Freitag wird der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan zu Gesprächen in Saudi-Arabien erwartet. Dort ist unter anderem ein Treffen mit dem saudi-arabischen Kronprinzen und faktischen Herrscher des Königreichs, Mohammed bin Salman, sowie mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif geplant. Über Inhalte wurde zunächst nichts bekannt. Die Länder bemühen sich als Vermittler im Krieg zwischen Iran und den USA um Deeskalation. Pakistan versucht, beide Seiten dazu zu bewegen, die Verhandlungen wieder aufzunehmen.
Luzia Geier
Luzia Geier

Trump: Denke, dass der Krieg ziemlich bald endet

US-Präsident Donald Trump geht nach eigenen Angaben davon aus, dass der Iran-Krieg „ziemlich bald“ enden könnte. „Ich denke nicht, dass sie noch lange durchhalten können“, sagte er mit Blick auf Iran vor Reportern im Oval Office. Auf die Frage, ob eine Einigung zur Öffnung der Straße von Hormus erreicht worden sei, sagte Trump, er sei in Verhandlungen eingebunden. „Es könnte bald sein.“

Zugleich räumte er ein, dass die US-Streitkräfte bei einigen Waffen mit Engpässen zu kämpfen haben. „Wir haben bestimmte Arten von Munition, die sehr schlagkräftig sind und von denen wir unbegrenzte, praktisch unbegrenzte Vorräte haben“, sagte Trump. „Bei anderen ist es ein wenig knapper." US-Rüstungsunternehmen errichten ihm zufolge weitere Produktionsanlagen, unter anderem für Patriot- und Tomahawk-Raketen. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte gemeldet, dass die US-Armee in dem seit fünf Monaten andauernden Krieg einen Großteil ihrer weltweiten Bestände an hochpräzisen Langstreckenraketen aufgebraucht habe.

Auffällig war, dass Trump anders als an den Vortagen keinen Wochentag für ein mögliches Abkommen mehr nannte. Der US-Präsident hatte diese Woche Hoffnungen geweckt, dass am Mittwoch oder Donnerstag die für den Öltransport wichtige Meerenge geöffnet werden könnte.

USA: Annäherung bei Gesprächen zwischen Libanon und Israel 

Bei einer neuerlichen Verhandlungsrunde zwischen Libanon und Israel haben die beiden Seiten US-Angaben zufolge Fortschritte gemacht. Die Gespräche in Rom auf technischer und fachlicher Ebene seien produktiv gewesen, teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums mit. Man sei sich „nun deutlich näher“ bei der Frage, was getan werden müsse, um die sogenannten Pilotzonen weiterzuführen und auszubauen.

Israel hat im Südlibanon Truppen stationiert und geht dort gegen die Hisbollah-Miliz vor. Die beiden Nachbarländer hatten sich in früheren Gesprächsrunden darauf verständigt, dass in sogenannten Pilotzonen die libanesischen Streitkräfte, die nicht Konfliktpartei sind, die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah-Miliz entwaffnen, während sich die israelische Armee schrittweise aus dem Gebiet zurückzieht. Mitte Juli waren in den drei südlibanesischen Ortschaften Frun, Srifa und Sautar al-Gharbija derartige Pilotzonen eingerichtet worden.

Vertreter der beiden Länder sind nun von Dienstag bis Donnerstag in der italienischen Hauptstadt zusammengekommen, um über die weitere Umsetzung ihres Sicherheitsabkommens zu sprechen. Dieses sieht sowohl den Rückzug israelischer Truppen aus dem Südlibanon als auch eine Entwaffnung der Hisbollah durch die libanesische Armee vor. Bei den Gesprächen in Rom sollte es um die „vollständige Umsetzung des Rahmenabkommens“ gehen, das unter Vermittlung der USA zustande gekommen war. 

Zwei israelische Soldaten und ein Libanese in Südlibanon getötet

Im Süden Libanons sind bei einer Eskalation der Gewalt nach Angaben des israelischen Militärs zwei seiner Soldaten ums Leben gekommen. Auch mindestens ein Libanese sei getötet worden, teilte das israelische Militär am Donnerstag mit. Vier weitere Reservisten seien bei dem Vorfall schwer verletzt worden, sie seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Israelischen Medienberichten zufolge wurden die Soldaten in einem Gebäude, das sie durchsuchen wollten, durch die Detonation eines Sprengsatzes getötet. 

Das libanesische Gesundheitsministerium erklärte, bei einem israelischen Angriff auf die Stadt Tibnin im Süden seien eine Person getötet und zwölf weitere verletzt worden. Das israelische Militär hatte am Mittwoch mit erneuten Angriffen in Südlibanon begonnen. Als Grund nannte es eine Verletzung der Waffenruhe durch die Hisbollah-Miliz in Libanon, die mit Iran verbündet ist.

 Die Armee hatte am Mittwoch von einem eindeutigen Verstoß der libanesischen Hisbollah-Miliz gegen die im Juni vereinbarte Waffenruhe gesprochen. Israel reagierte mit Beschuss in Südlibanon. Die Zunahme der Gewalt fällt mit einer neuen Verhandlungsrunde zwischen Israel und Libanon in Rom zusammen. An den Beratungen ist die noch immer einflussreiche radikal-islamische Hisbollah nicht beteiligt.
Luzia Geier
Luzia Geier

Trump: Ich würde lieber Deal mit Iran schließen

US-Präsident Donald Trump hat sich erneut für ein Abkommen mit Iran ausgesprochen. „Ich würde lieber einen Deal schließen, weil ich keine Menschen töten will. Ich will keine Menschen töten“, sagte der Republikaner in einer Rede vor Anhängern in Las Vegas. Zum aktuellen Stand von möglichen Gesprächen machte er keine Angaben. Trump sagte lediglich, dass man rede. Man werde sehen, was passiere.

Der US-Präsident hatte davor Hoffnungen geweckt, dass an diesem Mittwoch oder Donnerstag die für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus geöffnet werden könnte. Vizepräsident J. D. Vance sagte in einem Fox-News-Interview, dass die Entwicklung in eine Richtung gehen werde, die gut für die USA sei. Man werde alle Werkzeuge nutzen, die zur Verfügung stünden - militärische, wirtschaftliche und diplomatische. Einen zeitlichen Ausblick gab er nicht.

Iran: Einigung mit Oman über Schifffahrtsroute – USA nicht beteiligt

Iran und der Oman haben sich nach iranischen Angaben auf die geografischen Koordinaten für eine Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus verständigt. Eine gemeinsame Erklärung werde derzeit fertiggestellt, sofern sich keine Dritten einmischen, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei. Aus Oman gab es zunächst keine öffentliche Stellungnahme zu der angeblich bevorstehenden Einigung. Die USA sollen nicht daran beteiligt gewesen sein.

Das geplante Abkommen würde Iran die Kontrolle über Schiffe geben, die durch die Meerenge in den Golf steuern. Dies wäre eines der bislang größten Zugeständnisse an die Regierung in Teheran, wie ein hochrangiger iranischer Insider und zwei Vertreter aus der Region der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Es müssten jedoch noch wichtige Details geklärt werden. Ohnehin garantiere ein Abkommen allein noch keine Sicherheit in der strategisch wichtigen Wasserstraße, sagte Baghaei. Die Sicherheitslage hänge weiterhin mit der anhaltenden US-Blockade sowie anderen aggressiven und bedrohlichen Maßnahmen gegen Iran zusammen. 

Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi bestätigte laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna, eine Vereinbarung zwischen Iran und Oman über neue Regelungen für den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus stehe kurz vor dem Abschluss. Er betonte, die Abmachung bedeute keine vollständige Wiederöffnung der Straße von Hormus, sondern stelle vielmehr ein neues Modell dar.

USA streichen Iran nahestehende Airline von Sanktionsliste 

Kurz vor einer von US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellten Öffnung der Straße von Hormus hat das US-Finanzministerium Sanktionen gegen eine den iranischen Revolutionsgarden nahestehende irakische Airline aufgehoben. Die Fluggesellschaft Fly Baghdad, die auch als Iraq Express bekannt sei, sowie zwei Maschinen vom Typ Boeing 737 mit den Kennzeichen YI-BAF und YI-BAN seien von einer entsprechenden Terrorsanktionsliste gestrichen worden, teilte das Ressort mit.

Eine Sprecherin des Finanzministeriums erklärte, dass die Fluggesellschaft „wesentliche Änderungen in ihrem Betrieb nachgewiesen“ habe. Es sei daher nicht weiter gerechtfertigt, dass Fly Baghdad weiter auf der Liste stehe. Zugleich stellte sie klar, dass dies „kein Hinweis auf eine Änderung der US-Politik gegenüber der iranischen Regierung“ sei.

Trump hatte am Dienstagabend (Ortszeit) von einer möglichen Öffnung der Meerenge am Mittwoch oder Donnerstag im Zuge eines Deals mit Iran gesprochen. Zweifel an seinen Worten bleiben: Aus Teheran hieß es, man verhandle nur mit dem Oman, dem anderen Anrainerstaat der Meerenge. Zugleich wurde darauf hingewiesen, dass dies noch keine zügige Öffnung der Straße von Hormus bedeute. 

Israelisches Militär beginnt Angriffe im Süden Libanons

Das israelische Militär beginnt nach eigenen Angaben mit gezielten Angriffen in Südlibanon. Dies sei eine Reaktion auf einen Verstoß der Hisbollah, teilt die Armee mit. Die Streitkräfte hatten einen Evakuierungsaufruf für das südlibanesische Dorf Mansuri veröffentlicht und ein Vorgehen gegen die vom Iran unterstützte Miliz in der Region angekündigt. Es ist die erste Online-Warnung der Armee für Libanon seit mehr als einem Monat. 

Augenzeugen in der Gegend sagten der Deutschen Presse-Agentur, dass Bewohner den Ort in Richtung Tyrus verlassen hätten. In al-Mansuri sei nach dem Fluchtaufruf Panik ausgebrochen.
Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, Teile des Dorfs al-Mansuri seien unter israelischer Kontrolle. Die Hisbollah und die libanesische Regierung bezeichnen eine von Israel einseitig verfügte „Sicherheitszone“ im Südlibanon als völkerrechtswidrige Besetzung. Das Gebiet umfasst rund 620 Quadratkilometer. Dies entspricht einem Anteil von etwa sechs Prozent der Fläche des Landes. 
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