Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Revolutionsgarde: Werden die Straße von Hormus geschlossen halten
USA: Noch keine Schiffs-Eskorte durch Straße von Hormus möglich
Irans neuer oberster Führer fordert Rache für Kriegsopfer
Israel droht Libanon mit Gebietseinnahme
IEA: größte Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes
Irakische Miliz: Haben US-Militärflugzeug abgeschossen
Eine vom Iran unterstützte Milizengruppe hat nach eigenen Angaben ein Tankflugzeug des US-Militärs vom Typ KC-135 im Westirak abgeschossen. Der Islamische Widerstand im Irak, eine Dachorganisation bewaffneter Gruppen, teilt mit, der Abschuss sei "zur Verteidigung der Souveränität und des Luftraums unseres Landes" erfolgt.
Das US-Militär hatte zuvor den Absturz eines US-Tankflugzeugs vom Typ KC-135 im Westen des Iraks gemeldet. „Der Vorfall hat sich in verbündetem Luftraum ereignet“, teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit. Er sei weder auf feindlichen Beschuss noch auf Beschuss von Verbündeten zurückzuführen, hieß es. Nach Angaben von Centcom waren zwei Flugzeuge an dem Vorfall beteiligt. Eines sei sicher gelandet, das andere vom Typ KC-135 sei im Westen des Iraks abgestürzt.
Das US-Militär hatte zuvor den Absturz eines US-Tankflugzeugs vom Typ KC-135 im Westen des Iraks gemeldet. „Der Vorfall hat sich in verbündetem Luftraum ereignet“, teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit. Er sei weder auf feindlichen Beschuss noch auf Beschuss von Verbündeten zurückzuführen, hieß es. Nach Angaben von Centcom waren zwei Flugzeuge an dem Vorfall beteiligt. Eines sei sicher gelandet, das andere vom Typ KC-135 sei im Westen des Iraks abgestürzt.
Dutzende Verletzte nach iranischem Raketenangriff in Israel
Bei einem iranischen Raketenangriff sind in der Nacht 58 Menschen in einem arabischen Ort in Nordisrael verletzt worden. Eine Frau sei durch Granatsplitter mittelschwer, alle weiteren durch Glassplitter leicht verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Alle seien in Krankenhäuser gebracht worden. Darüber hinaus behandelten Sanitäter den Angaben nach vor Ort 15 weitere Menschen wegen Angstzuständen.
Die israelische Polizei teilte mit, es habe einen Einschlag in der Nähe eines Wohnhauses im Ort Sarsir in der Nähe der Stadt Nazareth gegeben. Aufnahmen der Sicherheitskräfte zeigten unter anderem ein schwerbeschädigtes Haus und ein zerstörtes Auto. Laut Israels Feuerwehr wurden weitere Häuser teils schwer beschädigt. Zudem sei nach dem Einschlag auch ein Feuer in dem Ort ausgebrochen. Israels Armee teilte mit, sie untersuche die Umstände des Vorfalls.
Die israelische Polizei teilte mit, es habe einen Einschlag in der Nähe eines Wohnhauses im Ort Sarsir in der Nähe der Stadt Nazareth gegeben. Aufnahmen der Sicherheitskräfte zeigten unter anderem ein schwerbeschädigtes Haus und ein zerstörtes Auto. Laut Israels Feuerwehr wurden weitere Häuser teils schwer beschädigt. Zudem sei nach dem Einschlag auch ein Feuer in dem Ort ausgebrochen. Israels Armee teilte mit, sie untersuche die Umstände des Vorfalls.
Israel bombardiert Brücke in Libanon
Das israelische Militär hat die Srarieh-Brücke über den Litani-Fluss in Libanon bombardiert. Die Brücke sei ein wichtiger Übergang für die Hisbollah, teilte die Armee mit. Die Miliz habe in der Nähe Abschussrampen stationiert und von dort aus Israel beschossen. Dies ist offenbar das erste Mal in der laufenden Offensive, dass Israel den gezielten Beschuss ziviler Infrastruktur einräumt. Der Litani fließt im Süden Libanons.
Iran mobilisiert zu Al-Kuds-Protesten
Trotz anhaltender Luftangriffe sind in Teheran erneut Tausende Regierungsanhänger zu israelfeindlichen Demonstrationen auf die Straßen gegangen. Die Kundgebungen finden aus Anlass des sogenannten Al‑Kuds‑Tages statt, den der frühere Revolutionsführer Ayatollah Ruhollah Chomeini 1979 eingeführt hat. Die staatlich organisierten Proteste richten sich gegen Israel und fordern die „Befreiung Jerusalems“. Al-Kuds ist der arabische Name für Jerusalem. Hintergrund ist die Besetzung Ostjerusalems durch Israel während des Sechstagekrieges 1967.
Irans Präsident Massud Peseschkian rief die Bevölkerung trotz des Krieges zur Teilnahme auf. Auf X schrieb er am Donnerstag, das iranische Volk solle „die Feinde Irans enttäuschen, indem es in größerer Zahl als je zuvor auf die Straße geht“.
Irans Präsident Massud Peseschkian rief die Bevölkerung trotz des Krieges zur Teilnahme auf. Auf X schrieb er am Donnerstag, das iranische Volk solle „die Feinde Irans enttäuschen, indem es in größerer Zahl als je zuvor auf die Straße geht“.
Israel weitet Angriffe auf Beirut aus
Israel weitet seine Angriffe auf die libanesische Hauptstadt aus. Eine Drohne habe ein Wohnhaus im Beiruter Stadtteil Burdsch Hammud getroffen, melden libanesische Medien. Es ist der erste Angriff auf den Bezirk am nördlichen Stadtrand der Hauptstadt. Bislang konzentrierten sich die Angriffe auf die Hochburg der Hisbollah-Miliz im Süden der Hauptstadt.
Französischer Soldat bei Drohnenangriff im Irak getötet
Bei einem Angriff auf im Irak stationierte französische Truppen ist ein Soldat getötet worden. Weitere Militärangehörige wurden bei dem Angriff in der nördlichen Region Erbil verletzt, wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mitteilte.
Nach vorigen Angaben des Verteidigungsministeriums handelte es sich um einen Drohnenangriff, bei dem sechs französische Soldaten verletzt wurden. Diese seien an Ausbildungsmaßnahmen zur Terrorismusbekämpfung mit irakischen Partnern beteiligt gewesen. Die Verletzten seien sofort in das nächstgelegene medizinische Zentrum gebracht worden, hieß es.
Nach Angaben des Gouverneurs von Erbil waren an dem Angriff zwei Drohnen beteiligt, schrieb die Zeitung Le Parisien. Der Angriff erfolgte demnach auf einem Stützpunkt etwa 40 Kilometer südwestlich von Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan im Irak. Wer hinter dem Angriff steckte, blieb zunächst unklar.
Macron bezeichnete den Angriff auf die seit 2015 im Anti-Terror-Kampf im Irak stationierten französischen Truppen als inakzeptabel. Ihre Präsenz im Irak erfolge ausschließlich im Rahmen der Terrorismusbekämpfung. Der Krieg in Iran könne solche Angriffe nicht rechtfertigen.
Nach vorigen Angaben des Verteidigungsministeriums handelte es sich um einen Drohnenangriff, bei dem sechs französische Soldaten verletzt wurden. Diese seien an Ausbildungsmaßnahmen zur Terrorismusbekämpfung mit irakischen Partnern beteiligt gewesen. Die Verletzten seien sofort in das nächstgelegene medizinische Zentrum gebracht worden, hieß es.
Nach Angaben des Gouverneurs von Erbil waren an dem Angriff zwei Drohnen beteiligt, schrieb die Zeitung Le Parisien. Der Angriff erfolgte demnach auf einem Stützpunkt etwa 40 Kilometer südwestlich von Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan im Irak. Wer hinter dem Angriff steckte, blieb zunächst unklar.
Macron bezeichnete den Angriff auf die seit 2015 im Anti-Terror-Kampf im Irak stationierten französischen Truppen als inakzeptabel. Ihre Präsenz im Irak erfolge ausschließlich im Rahmen der Terrorismusbekämpfung. Der Krieg in Iran könne solche Angriffe nicht rechtfertigen.
Iran sendet widersprüchliche Signale zur Straße von Hormus
UN-Botschafter Amir Saeid Iravani erklärt, Teheran werde die Meerenge nicht schließen. Es sei jedoch Irans Recht, die Sicherheit dort zu bewahren, sagt er Journalisten am Hauptsitz der Vereinten Nationen. Das iranische Außenministerium verlangt seinerseits, Schiffe müssten sich bei der Durchfahrt mit der Marine des Landes abstimmen, wie die Nachrichtenagentur Mehr meldet. Die USA und Israel seien für die Unsicherheit in der Region verantwortlich, was sich auf den Schiffsverkehr auswirke. Das geistige Oberhaupt des Landes, Modschtaba Chamanei, hatte erklärt, die Schließung werde als Druckmittel gegen den Feind fortgesetzt. Die iranischen Revolutionsgarden kündigten daraufhin an, sie aufrechtzuerhalten.
Die etwa 55 Kilometer breite Meeresenge zwischen Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den Ölexport. Folgen wie steigende Öl- und LNG-Preise sind weltweit spürbar.
Die etwa 55 Kilometer breite Meeresenge zwischen Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den Ölexport. Folgen wie steigende Öl- und LNG-Preise sind weltweit spürbar.
UN: Über vier Millionen Vertriebene im Nahen und Mittleren Osten
Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sind im Nahen und Mittleren Osten inzwischen rund 4,2 Millionen Menschen vertrieben worden. Der überwiegende Teil davon, rund 4,1 Millionen Menschen, sei innerhalb ihres Landes auf der Flucht, teilten die Vereinten Nationen in New York mit. Die Zahl der Binnenflüchtlinge bezieht sich demnach auf Afghanistan, Iran, Libanon und Pakistan. Hinzu kämen etwa 117 000 Menschen, die in andere Länder geflohen seien.
Mehr als 1000 Menschen mit Sonderflügen zurückgeholt
Seit Beginn des Kriegs in Iran sind bereits mehr als 1000 Menschen mit Sonderflügen des Auswärtigen Amtes aus dem Nahen Osten nach Deutschland zurückgekehrt. Wie es aus dem Auswärtigen Amt hieß, habe man bislang vier Sonderflüge aus Maskat im Oman und einen Sonderflug aus Riad in Saudi-Arabien organisiert. Diese seien für vulnerable Menschen, die sich im Oman, in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und in Katar befanden, gewesen. Sie wurden mit entsprechenden Bustransporten nach Maskat und Riad gebracht. In der Ankündigung der Evakuierungsflüge hatte Außenminister Johann Wadephul (CDU) etwa von Schwangeren, Kranken oder Kindern gesprochen.
Außerdem hieß es, ein weiterer Sonderflug aus Riad inklusive Buszuführung aus Katar sei bereits auf dem Weg nach Deutschland und werde am Abend in Berlin erwartet. Auch Wadephul hatte am Mittwoch bei seiner Reise von Katar nach Riad deutsche Touristen an Bord seiner Bundeswehr-Transportmaschine mitgenommen, um ihnen von dort aus die Heimreise zu ermöglichen.
Seit den Angriffen der USA und Israels auf Iran und den entsprechenden Gegenangriffen von Teheran auch auf die VAE, Katar, Bahrain und Saudi-Arabien findet der Flugverkehr im Nahen Osten nur noch stark eingeschränkt statt.
Außerdem hieß es, ein weiterer Sonderflug aus Riad inklusive Buszuführung aus Katar sei bereits auf dem Weg nach Deutschland und werde am Abend in Berlin erwartet. Auch Wadephul hatte am Mittwoch bei seiner Reise von Katar nach Riad deutsche Touristen an Bord seiner Bundeswehr-Transportmaschine mitgenommen, um ihnen von dort aus die Heimreise zu ermöglichen.
Seit den Angriffen der USA und Israels auf Iran und den entsprechenden Gegenangriffen von Teheran auch auf die VAE, Katar, Bahrain und Saudi-Arabien findet der Flugverkehr im Nahen Osten nur noch stark eingeschränkt statt.
Gebäude in Beirut nahe Regierungssitz getroffen
Das israelische Militär hat Videoaufnahmen von Reuters zufolge bei seinem Luftangriff auf Beirut ein Gebäude in der Nähe des Regierungssitzes getroffen. Demnach wurde ein Haus im Zentrum der libanesischen Hauptstadt zweimal beschossen. Es soll weniger als einen Kilometer vom Sitz der Regierung entfernt liegen.
Kurz zuvor hat das israelische Militär den Start einer neuen Angriffswelle auf Libanon angekündigt. Ziel sei Beirut, teilt das Militär mit. Im Süden der libanesischen Hauptstadt hat die mit Iran verbündete radikal-islamische Hisbollah-Miliz Hochburgen. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums sind bislang 687 Menschen bei israelischen Angriffen ums Leben gekommen.
Kurz zuvor hat das israelische Militär den Start einer neuen Angriffswelle auf Libanon angekündigt. Ziel sei Beirut, teilt das Militär mit. Im Süden der libanesischen Hauptstadt hat die mit Iran verbündete radikal-islamische Hisbollah-Miliz Hochburgen. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums sind bislang 687 Menschen bei israelischen Angriffen ums Leben gekommen.
Anwohner beobachten, wie während eines israelischen Angriffs im Zentrum von Beirut Rauch aus einem nahe gelegenen Gebäude aufsteigt. AP Photo/Hussein Malla
Revolutionsgarde: Werden die Straße von Hormus geschlossen halten
Die für die Schifffahrt wichtige Straße von Hormus wird der iranischen Revolutionsgarde zufolge geschlossen gehalten. "Wir werden dem Aggressor-Feind die schwersten Schläge zufügen, indem wir die Strategie der Schließung der Straße von Hormus beibehalten", erklärt der Kommandeur der Marineeinheit der Revolutionsgarde auf der Online-Plattform X. Er reagiert damit auf die Stellungnahme des neuen Obersten Führers Irans, Modschtaba Chamenei, der die Meerenge als Druckmittel gegen den Feind geschlossen halten will.
USA: Noch keine Schiffs-Eskorte durch Straße von Hormus möglich
Die USA sind nach Angaben von Energieminister Chris Wright aktuell noch nicht in der Lage, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren. Die Marine werde das relativ bald tun können, gerade sei das aber noch nicht möglich, sagte Wright dem Sender CNBC. „Wir sind einfach noch nicht bereit.“ Alle militärischen Ressourcen der USA seien aktuell darauf ausgerichtet, die offensiven Fähigkeiten Irans zu zerstören. Er halte es für wahrscheinlich, dass die US-Marine bis Ende des Monats einige Schiffe durch die Meerenge eskortieren könne, sagte Wright.
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist infolge des Iran-Kriegs nahezu zum Erliegen gekommen. Die etwa 55 Kilometer breite Meeresenge zwischen Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. US-Präsident Donald Trump hatte Anfang des Monats angeboten, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus – falls notwendig – auch mit der eigenen Marine abzusichern. Mit dem Angebot einer solchen Eskorte versucht seine Regierung auch, die globalen Märkte zu beruhigen.
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist infolge des Iran-Kriegs nahezu zum Erliegen gekommen. Die etwa 55 Kilometer breite Meeresenge zwischen Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. US-Präsident Donald Trump hatte Anfang des Monats angeboten, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus – falls notwendig – auch mit der eigenen Marine abzusichern. Mit dem Angebot einer solchen Eskorte versucht seine Regierung auch, die globalen Märkte zu beruhigen.
Irans neuer oberster Führer fordert Rache für Kriegsopfer
Irans neuer Religionsführer und Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei hat in einer ersten Stellungnahme Rache für die Opfer im Krieg gegen die USA und Israel gefordert. Der 56-jährige Kleriker betonte die Notwendigkeit von Vergeltung, insbesondere für die bei einem Luftangriff getöteten Schülerinnen, wie es in einer Erklärung des Geistlichen hieß, die im Staatsfernsehen verlesen wurde. Gleichzeitig feuerten Irans Streitkräfte eine neue Welle von Raketen auf Israel.
„Besonders empfindlich sind wir gegenüber dem Blut unserer Kinder“, hieß es in der Rede. Bei einem Angriff am ersten Kriegstag Ende Februar waren in Minab im Süden des Landes nach iranischen Angaben rund 170 Schülerinnen getötet worden. Dafür waren nach Recherchen von US-Medien Streitkräfte der USA verantwortlich.
Modschtaba Chamenei betonte in seiner Rede die Notwendigkeit der Verteidigung und forderte das Land zum Zusammenhalt auf. „Auch muss weiterhin der Hebel der Blockierung der Straße von Hormus genutzt werden“, sagte der Geistliche laut dem Transkript. Die Meerenge ist wichtig für den internationalen Ölhandel. „Wir werden vom Feind Entschädigung verlangen“, wurde Chamenei weiter zitiert. Wenn der Feind sich weigere, werde ihm Eigentum genommen. Sollte dies nicht möglich sein, soll sein Eigentum zerstört werden.
Die Golfstaaten in der Region forderte Chamenei auf, US-Stützpunkte zu schließen. Er sprach von warmen und konstruktiven Beziehungen zu den arabischen Nachbarn, deren Staaten jedoch für den Krieg gegen Iran genutzt werden. Die iranischen Streitkräfte hätten dort lediglich auf US-Ziele geschossen. „Wenn es nötig ist, werden wir dies weiterhin tun.“ Die Golfstaaten müssten ihre Haltung gegenüber den USA klären, forderte Chamenei.
Seit seiner Ernennung zum obersten Führer Irans am Sonntag hat sich Chamenei nicht öffentlich gezeigt. Ohnehin mied der Sohn des am 28. Februar getöteten Staatsoberhaupts Ayatollah Ali Chamenei seit Jahren die Öffentlichkeit. Er überlebte die Bombardierungen im Herzen der Millionenmetropole beim Kriegsbeginn, verlor dabei jedoch auch seine Ehefrau, Mutter und einen Schwager. Das iranische Staatsfernsehen bezeichnete ihn als „Kriegsversehrten“, nannte aber keine weiteren Details.
„Besonders empfindlich sind wir gegenüber dem Blut unserer Kinder“, hieß es in der Rede. Bei einem Angriff am ersten Kriegstag Ende Februar waren in Minab im Süden des Landes nach iranischen Angaben rund 170 Schülerinnen getötet worden. Dafür waren nach Recherchen von US-Medien Streitkräfte der USA verantwortlich.
Modschtaba Chamenei betonte in seiner Rede die Notwendigkeit der Verteidigung und forderte das Land zum Zusammenhalt auf. „Auch muss weiterhin der Hebel der Blockierung der Straße von Hormus genutzt werden“, sagte der Geistliche laut dem Transkript. Die Meerenge ist wichtig für den internationalen Ölhandel. „Wir werden vom Feind Entschädigung verlangen“, wurde Chamenei weiter zitiert. Wenn der Feind sich weigere, werde ihm Eigentum genommen. Sollte dies nicht möglich sein, soll sein Eigentum zerstört werden.
Die Golfstaaten in der Region forderte Chamenei auf, US-Stützpunkte zu schließen. Er sprach von warmen und konstruktiven Beziehungen zu den arabischen Nachbarn, deren Staaten jedoch für den Krieg gegen Iran genutzt werden. Die iranischen Streitkräfte hätten dort lediglich auf US-Ziele geschossen. „Wenn es nötig ist, werden wir dies weiterhin tun.“ Die Golfstaaten müssten ihre Haltung gegenüber den USA klären, forderte Chamenei.
Seit seiner Ernennung zum obersten Führer Irans am Sonntag hat sich Chamenei nicht öffentlich gezeigt. Ohnehin mied der Sohn des am 28. Februar getöteten Staatsoberhaupts Ayatollah Ali Chamenei seit Jahren die Öffentlichkeit. Er überlebte die Bombardierungen im Herzen der Millionenmetropole beim Kriegsbeginn, verlor dabei jedoch auch seine Ehefrau, Mutter und einen Schwager. Das iranische Staatsfernsehen bezeichnete ihn als „Kriegsversehrten“, nannte aber keine weiteren Details.
Iranische Opposition: Krieg taugt nicht für Sturz des Regimes
Die Angriffe der USA und Israels auf Iran sind iranischen Oppositionellen zufolge nicht das geeignete Mittel, um die Führung in Teheran zu stürzen. Dafür sei allein ein vom inneren Widerstand getragener Volksaufstand in der Lage, sagte Mohammad Mohaddesin, der außenpolitische Leiter des Nationalen Widerstandsrates Irans (NWRI). "Der zwölftägige Krieg im Juni und der jetzige Krieg, der nun ebenfalls zwölf Tage andauert, haben bewiesen, dass Bombenangriffe das Regime nicht stürzen können." Bei den fast zweiwöchigen Bombardierungen wurden nach iranischen Angaben rund 2000 Menschen getötet, darunter auch der Oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei. Zudem wurden große Teile des Militär- und Sicherheitsapparats beschädigt. "Selbst mit 50 000 bewaffneten Soldaten am Boden braucht man die Unterstützung des iranischen Volkes. Man braucht einen Volksaufstand", erklärte Mohaddesin.
In Iran wurden die Massenproteste Anfang Januar mit äußerster Härte erstickt – Tausende Menschen wurden getötet. Die in militärischer, aber auch wirtschaftlicher Hinsicht überaus einflussreiche Revolutionsgarde habe dadurch ihre Macht gefestigt. Sie habe gedroht, jegliche Unruhen niederzuschlagen. Mit der Wahl von Modschtaba Chamenei zum neuen geistlichen und politischen Oberhaupt steht ein Hardliner mit guten Verbindungen zu der Revolutionsgarde an der Spitze der Islamischen Republik. Modschtaba Chamenei ist der Sohn des getöteten Ayatollah Ali Chamenei.
Die in Paris ansässige Gruppe NWRI, auch bekannt unter ihrem persischen Namen Mudschahedin-e Chalk, wurde von den USA bis 2012 als Terrororganisation eingestuft. In Iran ist sie verboten, und es ist unklar, wie viel Unterstützung sie dort hat. Ihr Außenpolitik-Leiter Mohaddesin räumte ein, dass seine Gruppe allein das System nicht stürzen könne. Er rechnete jedoch damit, dass Massenproteste, wie es sie bis zu ihrer Niederschlagung im Januar gab, nach dem Ende der Bombardierungen wieder aufgenommen würden. Das könne schließlich das Gleichgewicht in Iran verschieben.
In Iran wurden die Massenproteste Anfang Januar mit äußerster Härte erstickt – Tausende Menschen wurden getötet. Die in militärischer, aber auch wirtschaftlicher Hinsicht überaus einflussreiche Revolutionsgarde habe dadurch ihre Macht gefestigt. Sie habe gedroht, jegliche Unruhen niederzuschlagen. Mit der Wahl von Modschtaba Chamenei zum neuen geistlichen und politischen Oberhaupt steht ein Hardliner mit guten Verbindungen zu der Revolutionsgarde an der Spitze der Islamischen Republik. Modschtaba Chamenei ist der Sohn des getöteten Ayatollah Ali Chamenei.
Die in Paris ansässige Gruppe NWRI, auch bekannt unter ihrem persischen Namen Mudschahedin-e Chalk, wurde von den USA bis 2012 als Terrororganisation eingestuft. In Iran ist sie verboten, und es ist unklar, wie viel Unterstützung sie dort hat. Ihr Außenpolitik-Leiter Mohaddesin räumte ein, dass seine Gruppe allein das System nicht stürzen könne. Er rechnete jedoch damit, dass Massenproteste, wie es sie bis zu ihrer Niederschlagung im Januar gab, nach dem Ende der Bombardierungen wieder aufgenommen würden. Das könne schließlich das Gleichgewicht in Iran verschieben.

