Es ist noch früh am Morgen, Chai Peheruz Baradian räumt im Laden herum. Er häuft die Nüsse, Datteln und getrockneten Feigen zu kleinen Kegeln auf, platziert dazwischen die Sultaninen und die Maulbeeren, stellt die Gläschen mit der Granatapfelsauce prominent ins Regal: „Diese Sauce mögen die Kunden. Die kennt jeder.“ Das Sabsi, die Kräuter und das Grünzeug, Pflicht auf jedem iranischen Tisch. Die Süßigkeiten, das Gaz aus Kerman, das Sohan aus Qom – „alles Spezialitäten. Die Leute kaufen die Sachen bei Hochzeiten, für Geburtstage“.
Iranischstämmige Juden in Israel„Er ist tot, ganz wunderbar!“
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300 000 Israelis stammen aus Iran. Wie blicken sie auf den Krieg gegen ihre alte Heimat und den Tod des geistlichen Führers Chamenei? Erkundungen auf einem Markt in Tel Aviv.
Von Tomas Avenarius, Tel Aviv
