Vor zwei Jahren machte Ali Laridschani sich Sorgen um die Freiheit in seinem Land. Vor der Parlamentswahl im März 2024 war das. Zu denen ließ das iranische Regime nur linientreue Kandidaten zu, so dass die meisten Menschen nicht mehr vorhatten, wählen zu gehen. Die Islamische Republik war schon damals in der Krise, der Konflikt mit Israel drohte zu eskalieren. Und die geringe Wahlbeteiligung, die sich abzeichnete, war ein Zeichen dafür, wie sehr sich die Führung vom Volk entfremdet hatte. „Das kann das Land in die Diktatur führen“, sagte Laridschani da in einem Interview.
Ali LaridschaniDas ist Irans inoffizieller Staatschef
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Er ist so konservativ und brutal, wie man sein muss, um es in der Islamischen Republik nach oben zu schaffen. Zugleich ist der 67-Jährige ein Pragmatiker – und so wird er auch diesen Krieg führen.
Von Raphael Geiger
