Der iranische Sicherheitsrat hat die Umsetzung des Kopftuchgesetzes gestoppt. „Der Sicherheitsrat hat uns angewiesen, das Hidschab-Gesetz nicht umzusetzen“, sagte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf. Zwar habe das Parlament das Gesetz verabschiedet, doch die Entscheidung des Sicherheitsrats habe gesetzlichen Vorrang, so Ghalibaf laut Nachrichtenportal Entekhab. Das von islamischen Hardlinern im Parlament verabschiedete Gesetz sieht für Frauen, die sich nicht an die Kopftuchpflicht halten, unter anderem hohe Geldstrafen und bei Wiederholungstaten sogar Haftstrafen vor. Ursprünglich sollte das Gesetz im Dezember vergangenen Jahres umgesetzt werden, wurde jedoch aufgrund massiver Proteste im In- und Ausland verschoben. Zuletzt hatte die Regierung ihr Veto eingelegt und Änderungen am Gesetz angekündigt.