Irans Außenminister über Atomkonflikt "Schöne Worte reichen auf Dauer nicht"

Hunderttausende Iraner gingen am 11. Februar, dem 40. Jahrestag der Islamischen Revolution, in Teheran und in anderen Städten auf die Straße.

(Foto: Ebrahim Noroozi/AP)

Irans Außenminister Mohammad Jawad Zarif spricht über den Ausstieg der USA aus dem Nuklearabkommen, Erwartungen an Europa und die Gefahr eines iranisch-israelischen Krieges.

Interview von Paul-Anton Krüger

SZ: Herr Minister, Sie fordern, die Europäer müssten mehr tun, um das Atomabkommen zu erhalten. Es gibt jetzt Instex, jenen Finanzmechanismus, der europäischen Firmen Handel mit Iran erlauben soll. Was verlangen Sie sonst noch konkret?

Mohammad Jawad Zarif: Als die USA aus dem Atomabkommen ausgestiegen sind, sind die anderen Staaten eine Reihe von Verpflichtungen eingegangen, das waren zwölf Punkte. Dieser Finanzmechanismus gehört nicht dazu, er ist nur eine Voraussetzung für die Umsetzung der Versprechungen. Im Atomabkommen ist die Normalisierung der ...