Iran:Oberster Hardliner des Landes

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Immer unerschütterlich, angeblich: Irans geistlicher Führer Ali Chamenei. (Foto: ATTA KENARE/AFP)

Ayatollah Ali Chamenei ist bekannt für seine Gnadenlosigkeit und ideologische Härte. Nach dem Tod von Präsident Ebrahim Raisi kommt es mehr denn je auf den kranken und alten geistlichen Führer der Islamischen Republik an.

Von Tomas Avenarius

Auch wenn seine Auftritte stets von einer erstarrt wirkenden Würde und einer seltsam unerschütterlichen Gesetztheit geprägt sind: Im Inneren des Ayatollahs dürfte es nun stark rumoren. Irans geistlicher Führer Ali Chamenei, der 85 Jahre alt ist und krank, hat mehr Probleme, als er selbst mit dem ihm angeblich versicherten Segen Gottes ohne Weiteres abarbeiten könnte. Die Wirtschaft seiner Islamischen Republik leidet unter den Sanktionen der Staatengemeinschaft, die gegängelte Bevölkerung rebelliert in regelmäßigen Abständen. Einen Monat nach einem brandgefährlichen militärischen Schlagabtausch zwischen Iran und Israel steht die Islamische Republik zudem am Rande eines Kriegs. Und dann stürzen der Präsident Ebrahim Raisi und der Außenminister Hossein Amir-Abdollahian mit dem Hubschrauber ab. Unfallursache unbekannt.

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