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Irak:US-Abzug gefordert

Zehntausende Iraker haben bei einem Protest in der Hauptstadt Bagdad einen Abzug der US-Truppen aus dem Land gefordert. Sie folgten damit am Freitag einem Aufruf des einflussreichen schiitischen Predigers Muktada al-Sadr. Die Demonstranten trugen irakische Flaggen, riefen "Nein, Nein, Nein Amerika" und traten mit Füßen auf Bilder des US-Präsidenten Donald Trump. Al-Sadr forderte einen Zeitplan für den Abzug der "Besatzungskräfte", wie die staatliche irakische Agentur INA meldete. Alle amerikanischen Stützpunkte müssten geschlossen und der Luftraum für US-Militärflugzeuge gesperrt werden. Sollten diese Forderungen erfüllt werden, werde "der Widerstand" ausgesetzt, bis der letzte Soldat das Land verlassen habe. Al-Sadr gehört im Irak zu den einflussreichsten Politikern und Predigern.

© SZ vom 25.01.2020 / dpa
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