IrakMinisterpräsident gewinnt Parlamentswahl

Aus der Parlamentswahl im Irak ist die Koalition von Ministerpräsident Mohammed Schia al-Sudani als Sieger hervorgegangen. Dies teilte die Wahlkommission am Mittwoch mit. Sudani steht damit vor einer zweiten Amtszeit. Da allerdings keine Partei allein eine ausreichende Mehrheit hat, dürften sich die Verhandlungen zwischen den schiitischen, sunnitischen und kurdischen Parteien über eine Regierungsbildung und die Verteilung der Ministerposten hinziehen und könnten Monate dauern. Die Wahlbeteiligung lag nach amtlichen Angaben bei 56,11 Prozent und damit höher als vor vier Jahren, als sie auf einen Tiefstwert von 41 Prozent gefallen war. „Die Wahlbeteiligung ist ein klarer Beweis für einen weiteren Erfolg, der sich in der Wiederherstellung des Vertrauens in das politische System widerspiegelt“, sagte Sudani in einer Fernsehansprache. Die neue Regierung in Bagdad steht vor großen Herausforderungen. In der Bevölkerung herrscht Unzufriedenheit darüber, dass Reformen und greifbare Verbesserungen im täglichen Leben ausbleiben. Die Regierung muss verhindern, dass der Unmut über die weitverbreitete Korruption wie bei den Massenprotesten 2019 und 2020 in Unruhen umschlägt. Und sie muss mit Dutzenden bewaffneten Gruppen umgehen, die der iranischen Führung nahestehen.

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