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Irak:Gefährdeter Papst

Der Vatikan stellt sich auf eine besondere Gefährdung von Papst Franziskus bei seinem Irakbesuch ab Ende der Woche ein. Auf Papstreisen stehe immer ein gepanzertes Fahrzeug zur Verfügung; dieses Mal sei es "wahrscheinlicher, dass er es benutzt", sagte Pressesprecher Matteo Bruni am Dienstag bei einem Briefing im Vatikan. Zugleich verteidigte er die viertägige Visite mitten in einer neuen Pandemie-Welle in dem Krisenstaat: Es sei eine "Geste der Liebe, die wie jede Liebesgeste auch extrem sein kann".

Der Papst bricht am Freitag zu einer viertägigen Reise nach Bagdad und unterschiedliche Teile des Irak auf. Im Land herrscht eine prekäre Sicherheitslage. Der Sieben-Tages-Wert der Corona-Infektionen ist seit Anfang Februar um das Viereinhalbfache gestiegen.

Hinsichtlich der Pandemiegefahr verwies Bruni auf die junge Altersstruktur der irakischen Bevölkerung.

© SZ vom 03.03.2021 / KNA
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