Internationaler Karlspreis zu Aachen:Die wichtigsten Preisträger

Seit 1950 ehrt der Internationale Karlspreis zu Aachen Personen, die sich in besonderer Weise für die europäische Einigung eingesetzt haben. Eine Auswahl der Preisträger in Bildern

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Angela Merkel; AP

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Seit 1950 ehrt der Internationale Karlspreis zu Aachen Personen, die sich in besonderer Weise für die europäische Einigung eingesetzt haben.

Sehr rasch hat sich das Karlspreisdirektorium im vergangenen November auf Bundeskanzlerin Angela Merkel als Preisträgerin 2008 geeinigt - "in Würdigung ihres herausragenden Beitrags zur Überwindung der Krise der EU und in Anerkennung richtungweisender Entscheidungen zum Fortschreiten des europäischen Einigungsprozesses" lautet die Begründung des Gremiums.

Besonders betont das Gremium Merkels Verdienste während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft: Die Kanzlerin sei "eine große Europäerin". Die Laudatio auf "seine gute Partnerin Angela Merkel" wird Nicolas Sarkozy halten, der Wunschkandidat der Karlspreisjury.

Die Bundeskanzlerin ist nach Simone Veil, Gro Harlem Brundtland und der niederländischen Königin Beatrix die vierte Frau, die mit dem Karlspreis ausgezeichnet wird.

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Karlspreis für die Jugend; dpa

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Zum ersten Mal wird 2008 auch ein Jugend-Karlspreis vergeben. Die Ehrung geht an ein ungarisches Schülerprojekt, das jedes Jahr Oberstufenschüler aus den EU-Staaten Rumänen, Slowakei sowie aus den Nicht-Mitgliedsstaaten Serbien und Ukraine zusammenbringt. Die Karlspreis-Medaille nimmt Emoke Korzensky stellvertretend für die Jugend in Ungarn entgegen.

Den zweiten Preis gewinnt ein europäisches Kulturfestival in London, auf den dritten Platz kommt ein griechisches Gymnasium, an dem die Europäische Union Unterrichtsfach ist. Die Preise sind mit 2000 bis 5000 Euro dotiert.

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Javier Solana; Reuters

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Für sein "herausragendes Engagement für einen substantiellen Beitrag Europas zu einer sicheren und gerechteren Welt" erhält der Außenbeauftragte der Europäischen Union, Javier Solana, die Auszeichnung 2007.

Der ranghöchste EU-Vertreter ist seit 1999 Generalsekretär des Rates der EU und Hoher Vertreter für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik.

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Jean-Claude Juncker; ddp

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Der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker wird 2006 mit dem Internationalen Karlspreis gewürdigt - "für sein vorbildliches Wirken für ein soziales und geeintes Europa".

Bei der Verleihung des Preises im Krönungssaal des Aachener Rathauses sagt Juncker in seiner Dankesrede, man könne stolz auf die Leistungen Europas sein. Laudator Helmut Kohl ehrt den Preisträger als Vordenker Europas: "Du hast mit Tatkraft und Engagement geholfen, dass das Haus Europa größer wird", sagt Kohl.

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Papst Johannes Paul II., dpa

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Das Preiskomitee vergibt 2004 zum bislang ersten Mal den Außerordentlichen Karlspreis - an den früheren Papst Johannes Paul II..

Wie keine andere Persönlichkeit verkörpere der Papst die europäischen Werte von Gleichheit und Brüderlichkeit, sagt Aachens Oberbürgermeister Jürgen Linden in seiner Rede. Das Karlspreisdirektorium ehre mit der Auszeichnung "den herausragenden und vorbildlichen Beitrag", den Johannes Paul II. zur Einheit Europas geleistet habe.

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Valéry Giscard d'Estaing, AFP

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Valéry Giscard d'Estaing erhält den Internationalen Karlspreis im Jahr 2003. Bundespräsident Johannes Rau würdigt den Preisträger als "visionären Europäer".

Damit zeichnet die Jury die Verdienste des ehemaligen französischen Staatspräsidenten um den Entwurf einer Europäischen Verfassung aus, die er als Präsident des Europäischen Konvents mit ausarbeitete.

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Euro; dpa

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Im Jahr 2002 erhält der Euro als erster und bislang einziger Gegenstand den Preis.

Die Währung der Europäischen Währungsunion "befördert wie kein anderer Integrationsschritt zuvor die Identifikation mit Europa und leistet damit einen entscheidenden, epochemachenden Beitrag zum Zusammenwachsen der Völkerfamilie", heißt es in der Begründung.

Stellvertretend nimmt der Präsident der Europäischen Zentralbank, Dr. Willem Duisenberg, den Preis entgegen.

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Bill Clinton; dpa

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Im Millenniumsjahr 2000 ehrt das Karlspreisdirektorium Bill Clinton mit der Auszeichnung - "für die Bewahrung des Friedens, der Freiheit, der Demokratie und der Menschenrechte in Europa sowie für seine Unterstützung bei der Erweiterung der Europäischen Union", lautet die Begründung der Jury.

Die Verleihung findet unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen statt, die Aachener Innenstadt wird komplett gesperrt.

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Tony Blair dpa

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Unter anderem für seine führende Rolle in der Kosovo-Krise erhält der britische Premier Tony Blair 1999 die Auszeichnung.

Das Karlspreisdirektorium betont unter anderem, dass erstmals seit vielen Jahren eine britische Regierung wieder den Kurs der EU mitbestimme und das Land aus seiner Selbstisolation herausführe.

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König Juan Carlos von Spanien Roman Herzog dpa

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Als letzter deutscher Preisträger vor Angela Merkel wird Bundespräsident Roman Herzog 1997 mit der Auszeichnung geehrt - wegen "seines unermüdlichen Eintretens für die Verständigung und Friedenswahrung in Europa".

Spaniens König Juan Carlos I., der den Karlspreis selbst 1982 entgegennahm, beglückwünscht Herzog bei der Verleihung im Aachener Rathaus.

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Helmut Kohl Francois Mitterand dpa

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Ihre Zusammenarbeit steht wie keine andere für die deutsch-französische Freundschaft. Dafür ehrt das Aachener Karlspreisdirektorium im Jahr 1988 Helmut Kohl und Francois Mitterand.

Der französische Staatspräsident und der deutsche Bundeskanzler werden für ihr "ununterbrochenes und erfolgreiches Streben um dauerhafte Freundschaft ihrer Länder und um die Erhaltung und Festigung der Europäischen Gemeinschaft" ausgezeichnet.

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Luxemburg-Stadt; dpa

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Luxemburg erhält als bislang einzige gesamte Nation 1986 den Aachener Karlspreis. Die Nation - im Bild Luxemburg-Stadt, 2007 Kulturhauptstadt Europas - gelte als Vorbild für die Beharrlichkeit auf dem Weg zur europäischen Einheit, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Stellvertretend für sein Land nimmt Staatsoberhaupt Jean Großherzog von Luxemburg den Preis entgegen.

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Walter Scheel 1977

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Bundespräsident Walter Scheel wird 1977 mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen bedacht.

Der Text der überreichten Urkunde lautet: "Der Internationale Karlspreis der Stadt Aachen (wird) übergeben an den Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Walter Scheel, in Anerkennung seiner Verdienste um die verantwortungsbewußte Mitarbeit der Bundesrepublik Deutschland in den Europäischen Gemeinschaften(...)".

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George C. Marshall; dpa

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Durch den nach ihm benannten Plan zum Wiederaufbau Europas erhält George C. Marshall (rechts im Bild) 1959 die Auszeichnung.

Der Marshallplan war das wichtigste wirtschaftliche Wiederaufbauprogramm der USA. Es bestand aus Krediten, Rohstoffen, Lebensmitteln und Waren, das dem nach dem Zweiten Weltkrieg zerstörten Westeuropa zugute kam.

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Winston Churchill AP

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Als Hüter der menschlichen Freiheit und Mahner der europäischen Jugend zeichnet die Stadt Aachen 1955 den britischen Premierminister Winston Churchill mit dem Internationalen Karlspreis aus.

Mit Harry S. Truman und Josef Stalin beriet Churchill auf der Potsdamer Konferenz 1945 über das weitere Vorgehen in Europa und Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.

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Konrad Adenauer dpa

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Dem ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer wird der Internationale Karlspreis 1954 verliehen.

Die Jury würdigt besonders "das hohe Ethos seiner politischen Haltung", das "den Wunsch unseres Volkes zum Aufgehen in einer großen europäischen Gemeinschaft" vertiefte.

Foto: dpa Text: sueddeutsche.de/cag/tbc

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