Die digitale Zukunft von James Bond begann im Jahr 2012. In „Skyfall“ stattet Waffenmeister Q den Agenten mit der Lizenz zum Töten erstmals nicht mehr nur mit Gadgets wie Laseruhren, Giftnadeln in Kugelschreibern oder Ein-Mann-Krokodil-U-Booten aus. Der neue Q nutzt erstmals Datenbanken, Hacking und Bilder von Überwachungskameras, um den digitalen Spuren nachzugehen, die der Bösewicht Raoul Silva hinterlassen hat. Q hatte, zumindest im Film, digitale Möglichkeiten, von denen der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) in der Realität nur träumen konnte. Bislang zumindest.
Reform der GeheimdiensteMit der Lizenz zum Hacken
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Ein neues Gesetz soll dem BND mehr Befugnisse bei der Überwachung des Internets einräumen. Auch, damit der deutsche Auslandsnachrichtendienst unabhängiger von den Amerikanern wird.
Von Florian Flade und Jörg Schmitt
