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Indien:Muslime in Angst

Bei den schlimmsten anti-muslimischen Ausschreitungen in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi seit Jahrzehnten sind bis Donnerstag 34 Menschen getötet worden. Seit fünf Tagen halten die Ausschreitungen in mehrheitlich muslimischen Wohngebieten an, mehr als 250 Menschen wurden verletzt.

Manche Muslime verbarrikadierten sich, andere flohen aus der Stadt. Der frühere indische Ministerpräsident Manmohan Singh sprach von einer "nationalen Schande". Ein Richter am Oberlandesgericht, der das passive Verhalten der Polizei als untragbar bezeichnete, wurde versetzt. Der Regierungschef von Delhi, Arvind Kejriwal versprach indes die kostenlose Behandlung von Verletzten und die Verteilung von Essen.

© SZ vom 28.02.2020 / epd
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