Impfgegner:Proteste vor Privathäusern von Politikern

Mit Empörung hat Baden Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) auf Proteste von Gegnern der Corona-Politik in unmittelbarer Nähe seines Wohnhauses reagiert. Am Montagabend waren nach Polizeiangaben 350 Protestierer in einem Abstand von rund 100 Metern am Haus des Regierungschefs vorbeigelaufen. Die Versammlung sei nicht angemeldet gewesen. Bereits am Sonntag hatten etwa 60 Demonstranten versucht, zu dem Haus vorzudringen. Der Ministerpräsident verurteilte am Dienstag die Aufmärsche: "Demos vor Wohnhäusern von Politikerinnen und Politikern gehen mal überhaupt gar nicht", sagte er. Sie überschritten "sofort eine rote Linie". Auch vor dem Wohnhaus des Oberbürgermeisters von Halberstadt in Sachsen-Anhalt, Daniel Szarata (CDU), versammelten sich am Montagabend lautstark protestierend bis zu 700 Gegner der Corona-Politik versammelt, laut Polizei maßgeblich von Rechtsextremen angeführt. Politiker verschiedener Parteien verurteilten die Proteste als Grenzüberschreitung, Szarata selbst bezeichnete den Vorfall als bedrohlich.

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