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Immobilienmarkt in China:Glücklich sind die Geschiedenen

Die Nachfrage nach Immobilien ist so gewaltig, dass nicht jeder, der Geld hat, sie auch besichtigen darf. Kaufwillige in Peking bekommen oft nur das Modell zu sehen.

(Foto: imago)

Wer in China eine Wohnung kaufen will, braucht nicht nur sehr viel Geld. Er sollte auch bereit sein, sich scheiden zu lassen. Über einen Immobilienmarkt, der die Menschen zum Äußersten treibt.

Eigentlich, Rose, müsste man jetzt Angst bekommen, einen Schwindel wenigstens, oder? Rose schüttelt den Kopf. Keine Angst. Nein. Sie schüttelt energisch den Kopf. Keine Sorgen. Wirklich nicht? Das Geld, sagt sie, all das Geld, irgendwo muss das doch hin. Und die Partei, sagt sie, die Partei, die kann doch gar nicht anders. Und die Leute, schauen Sie sich doch um, sagt sie, die Leute. "Ganz China hängt da mit drin." Sagt Rose, deren Vater sein Leben lang dem kargen Acker nicht mehr als ein paar Scheffel Mais und Weizen abrang, und der doch die Rosen so liebte, dass er seine einzige Tochter nach ihnen benannte. Ein Bauernmädchen, das es in die Hauptstadt zog. Eine Frau, so tatkräftig und tollkühn, dass es selbst der Schwiegermutter die Sprache verschlug. Das muss gut gehen. Geht gar nicht anders. Sagen alle.

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