Es hätte ein netter Schlusspunkt sein können für Andreas Scheuer als Bundesverkehrsminister: Drei Tage vor der Bundestagswahl im September 2021 stellte er ein echtes Zukunftsprojekt vor, den Führerschein fürs Smartphone. Doch die App, auf der man ihn hätte speichern sollen, verschwand kaum eine Woche später wieder aus den App-Stores - Sicherheitsmängel, Überlastung. Dreieinhalb Monate sind seitdem vergangen, den mobilen Führerschein gibt es immer noch nicht. Auch der Personalausweis fürs Smartphone hätte längst da sein sollen. Zwei Prestigevorhaben, mit denen die Groko auf ihren letzten Metern zeigen wollte, dass es endlich vorangeht mit der Digitalisierung in Verwaltung und Bürgeralltag, sind festgefahren. Und schnelle Rettung ist nicht in Sicht.
Digitale Dokumente:Ihre Papiere, bitte!
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Fälschungssicher war er nie, der gute alte "Lappen". Doch die Alternative fürs Smartphone lässt auf sich warten.
(Foto: Andreas Arnold/DPA)Die alte Bundesregierung wollte Führerschein und Personalausweis aufs Smartphone bringen. Doch die Prestigeprojekte "ID Wallet" und "Smart-E-ID" sind festgefahren. Lohnt es sich, sie wieder flottzumachen?
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