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Hunger in Afrika:Malawi verkauft Präsidentenjet und spendet Erlös für Arme

Mit Geld aus dem Verkauf der Präsidentenmaschine will die Regierung von Malawi den Hunger in dem armen Land im Süden Afrikas bekämpfen.

Mit Geld aus dem Verkauf der Präsidentenmaschine will die Regierung von Malawi den Hunger in dem armen Land im Süden Afrikas bekämpfen. Der Erlös in Höhe von 15 Millionen Dollar (umgerechnet etwa elf Millionen Euro) soll in den Kauf von Mais und in Gemüseanbau fließen, wie ein Sprecher des malawischen Finanzministeriums sagte. Die Entscheidung habe die Regierung einmütig getroffen. Präsidentin Joyce Banda hatte sich im vergangenen Jahr zum Verkauf des Passagierjets, der von ihrem Vorgänger Bingu wa Mutharika erworben worden war, entschlossen. Die Kosten für den Unterhalt des 22 Millionen Dollar teuren Flugzeugs waren der Regierung zu hoch.

Banda reist künftig mit Linienmaschinen ins Ausland. Sie hat Malawi einen Sparkurs verordnet. Laut Experten sind zehn Prozent der Bevölkerung Malawis in diesem Jahr von Lebensmittelknappheit bedroht.

Der Binnenstaat, der im Südosten des afrikanischen Kontinents liegt, hat etwa 13 Millionen Einwohner. Malawi erlangte 1964 die Unabhängigkeit von Großbritannien. Die Politik Bandas, die seit 2012 das Amt der Staatspräsidentin innehat, gilt als sozialliberal.

© Süddeutsche.de
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