Horst Seehofer Mal wieder im Zentrum des Chaos

Abtropfen lassen, sollen die anderen doch toben: Das ist die Methode von Horst Seehofer, hier bei der Kabinettssitzung am Mittwoch.

(Foto: dpa)

Nach der Rauswurfsbeförderung von Hans-Georg Maaßen ist die Koalition in Berlin nur noch schwer vermittelbar. Nur Horst Seehofer lässt alles an sich abtropfen.

Von Constanze von Bullion, Lisa Schnell und Mike Szymanski

Es gab schon Tage, da hat er fröhlicher dreingeschaut, der Hauptdarsteller dieses Spektakels. "Ich habe es mir nicht gewünscht", sagt Horst Seehofer irgendwann, und dann zieht er ein Gesicht, als sei mindestens seine Ehe zerbrochen. Nichts, gar nichts könne er dafür, dass zwischen ihm und der Koalitionspartnerin SPD mal wieder so ziemlich alles im Argen liege. "Es wäre aus meiner Sicht auch nicht nötig gewesen." Aber es dauert nicht lange, da kämpft sich ein Blinzeln durch Seehofers angespannte Miene.

Mittwochmittag ...

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