Das Sicherheitsaufgebot war riesig: Dutzende Polizisten bewachten seit dem Vorabend das Gerichtsgebäude im Hongkonger Stadtteil West Kowloon, fuhren Patrouille mit gepanzerten Fahrzeugen. Unterstützer der 47 Angeklagten warteten teils seit den frühen Morgenstunden auf der Straße. Es ist der bislang größte Gerichtsprozess unter dem von Peking erlassenen, umstrittenen Nationalen Sicherheitsgesetz. Den Beschuldigten droht lebenslange Haft - weil sie sich für mehr Demokratie und Selbstbestimmung eingesetzt haben. Die Staatsanwaltschaft sieht in ihnen jedoch Verschwörer, die den Staat in eine Verfassungskrise stürzen wollten.
Gruppe "Hongkong 47"Gericht spricht Demokratie-Aktivisten schuldig
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Die Angeklagten sollen verschwörerisch gehandelt haben, um den Staat in eine Verfassungskrise zu stürzen. Ihnen droht lebenslange Haft.
Von Florian Müller, Hongkong
