Drei Aktivisten und Mitorganisatoren einer jährlichen Mahnwache zum Gedenken an das Massaker am Platz des Himmlischen Friedens in Peking 1989 sind von einem Gericht in Hongkong zu Haftstrafen von fünf bis sieben Jahren verurteilt worden. Chow Hang-tung, Lee Cheuk-yan und Albert Ho seien am Freitag wegen Anstiftung zum Umsturz gemäß dem von Peking erlassenen nationalen Sicherheitsgesetz verurteilt worden, berichtet das Nachrichtenportal Hong Kong Free Press.
Das Trio leitete früher die inzwischen aufgelöste Hongkonger Allianz zur Unterstützung patriotisch-demokratischer Bewegungen in China. Sie veranstaltete die alljährlichen Mahnwachen zum Gedenken an die Toten vom Tiananmen-Platz. Gegen die Allianz selbst wurden umgerechnet 165 000 Euro Geldstrafe verhängt, die binnen drei Monaten zu begleichen sind, wie es hieß.
Die drei wurden nach dem umstrittenen Sicherheitsgesetz Hongkongs verurteilt, das sich aus Sicht von Kritikern gegen die prodemokratische Bewegung und Opposition in der chinesischen Sonderverwaltungsregion richtet.